Das „Under“: genießen unter Wasser

Seit März 2019 ist die südnorwegische Gemeinde Lindesnes um eine Attraktion reicher. Denn am 20. März hatte mit dem „Under“ das erste Unterwasserrestaurant in ganz Europa seine Pforten für die Gäste geöffnet. Diese haben hier die Möglichkeit, exquisite Köstlichkeiten zu genießen, während sie die Unterwasser-Welt der Nordsee hautnah beobachten können.

Der Name ist Programm

Das Wort „under“ hat in der norwegischen Sprache zwei unterschiedliche Bedeutungen. Zum einen steht es für „unter Wasser“, zum anderen beschreibt das Wort aber auch ein Gefühl des Staunens. Und genau das wurde hier auch verwirklicht. Denn in diesem architektonischen Prunkstück speisen die Besucher in einer Tiefe von fünf Metern unter dem Meeresspiegel auf einer Fläche von nahezu 500 Quadratmetern. Damit war das „Under“ zum Zeitpunkt der Eröffnung auch das weltgrößte Unterwasser-Restaurant.

Die Gäste betreten noch an Land eine holzvertäfelte Passage und erreichen den nur schwach beleuchteten Speisesaal über ein langes Treppenhaus. Das Prunkstück des Speisesaals ist ein Unterwasserfenster aus Plexiglas mit gigantischen Ausmaßen von 36 Quadratmetern. Jenseits des Fensters offenbart sich ein spektakulärer Seetangdschungel, der von Seelachs, Lippfisch, Kabeljau und gelegentlich auch von Eiderenten und Robben durchschwommen wird.

Hintergründe zum „Under“

Das Restaurant befindet sich in einem 34 Meter langen, monolithförmigen Bau, der vom Unternehmen Sonhetta errichtet wurde. Fantasie ist für das Küchenteam angesagt. Denn auf der Karte des „Under“ stehen saisonale Gerichte, die auf Zutaten aus dem Meer beruhen. Beispielsweise gibt es ein Dessert, welches aus fünf verschiedenen Arten von Algen besteht. Gekocht wird nach Möglichkeit ausschließlich mit regionalen Zutaten.

Die Betreiber des „Under“ wollen ihre Gäste aber nicht nur verwöhnen, sondern diese auch für Umweltfragen sensibilisieren. Deshalb muss das internationale Personal auch an Schulungen teilnehmen, um sich über die Welt unter Wasser zu informieren. Diese ist am Standort des „Under“ übrigens besonders facettenreich. Denn in dieser Region treffen das salzhaltige Wasser des Atlantiks und das Brackwasser der Ostsee aufeinander. Deshalb herrscht hier eine äußerst große Artenvielfalt.

Wer das „Under“ besuchen möchte, muss allerdings tief in die Tasche greifen und frühzeitig reservieren. Denn obwohl das Degustationsmenü ohne Getränke 230 Euro kostet, sind die 40 Plätze des Lokals ein halbes Jahr im Voraus ausgebucht.

Juni 2019



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