Korsika
Inhaltsverzeichnis
- Korsika
- GR 20
- Ajaccio
- Bastia
- Bonifacio
- Calvi
- Restonica-Schlucht
- Ile Rousse
- Girolata
- Galeria & Fangotal
- Porto
- Calanche
- Capu-Rosso
- Monte Cinto
- La Trinité
- San Michele de Murato
- Der Gouverneurspalast von Bastia
- Col de Bavella
- Sartène
- Palais Fesch
- Freizeitparks
- Steinzeit in Korsika
- Freizeitaktivitäten
- sonstige Hinweise
Korsika

Ile de Beauté – die Insel der Schönheit – nennen die Franzosen die Mittelmeerinsel Korsika, obwohl doch ein Großteil der Landschaft durch Felsen und Gebirgszüge definiert wird. Ein großer Tourismusmagnet ist sie bisher auch noch nicht und bleibt mehr ein Geheimtipp für Urlauber, die es gerne etwas ruhiger haben und nicht nur inmitten anderer Touristen ihre Ferien genießen möchten. Auch den Korsen selbst ist die geringe Erschließung der Insel durch Touristen durchaus recht, da sie befürchten, dass durch die vielen Urlauber ihre eigene Kultur in den Hintergrund rücken könnte. Viele der Urlauber stammen auch weiterhin aus dem französischen Festland und nur ein geringer Anteil der Touristen reist von weiter her.
Korsika – die Insel der Abwechslung
Dennoch hat Korsika für Urlauber einiges zu bieten. Circa 1.000 Kilometer umfasst die Küste Korsikas, wobei viele Küstenregionen sehr steil und felsig sind und deshalb kaum als Sandstrand genutzt werden können. Doch zwischen den groben Felsküsten finden sich immer mal wieder traumhafte Sandstrände, die zum Baden und Entspannen genutzt werden können. Das Mittelmeer bietet warmes und trotzdem erfrischendes Wasser, das perfekt zum Baden geeignet ist. Wer mit seiner Familie mit Kindern unterwegs ist, der wird vor allem an den hellen Sandstränden im Süden und Osten der Insel interessiert sein, da sich hier das Meer besonders ruhig verhält und deshalb weniger gefährlich für Nichtschwimmer ist.
Klettern auf Korsika
Eine weitere Freizeitaktivität, die für Urlauber in Korsika immer beliebter wird, ist das Klettern. Die gebirgige Landschaft und Korsikas steile Felsen ziehen immer mehr Kletterer an das Mittelmeer. Egal, ob professioneller oder Hobbykletterer, für jeden Sportler steht hier ein Felsen oder ein Berg, den er besteigen kann, bereit. Die Felsformationen Korsikas, die auch "Tafoni" genannt werden, eignen sich besonders gut für das Klettern, da sie sehr griffig sind und es den Sportlern dadurch einfacher machen.
Korsika ist sehr leicht zu erreichen, da sich auf der Insel vier Flughäfen befinden und auch regelmäßig Schiffe an den umliegenden Häfen nach Korsika ablegen. Auf der Insel selbst sorgt ein gut organisiertes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln für Mobilität, doch auf dieses ist vor allem in der Hauptsaison Verlass. In der Nebensaison sollte man sich auf jeden Fall auch andere Möglichkeiten des Transports überlegen und gegebenenfalls ein Auto organisieren. Vor allem an der Westküste sind manche Orte nur mit eigenen Fahrzeugen zu erreichen.
nach obenGR 20

Wanderungen durch Korsika
Freunde des Wanderns sind auf Korsika genau richtig, denn nur hier findet man einen der schönsten Fernwanderwege Europas: den GR 20. Der Grande Randonnée 20 führt seine Besucher einmal quer durch das Hochgebirge Korsikas von Nord nach Süd. 170 Kilometer lang bietet er Wanderern einen fantastischen Ausblick über die Landschaft Korsikas und die Gelegenheit, eine anspruchsvolle Fernwanderung zu machen, die auf Bergen von mehr als 1.500 m verläuft. Ungeübte Wanderer sollten sich allerdings nicht an diesem Wanderweg versuchen, da die Wege teilweise fernab von jeglicher Zivilisation und auf schwierigen Untergrund verlaufen, Teile der Strecke müssen auch durch Klettern überwunden werden. Für die gesamte Strecke benötigt man mindestens zwei Wochen, während jedoch ein Großteil der Wanderer nur kleinere Abschnitte des GR 20 überwältigen wollen und deshalb Teilabschnitte wählen, die nur etwa die Hälfte der Zeit benötigen. Der GR 20 startet in Calenzana im Norden und führt dann über Vizzavona nach Conza im Südosten der Insel. Auf dem Wanderweg überquert man die höchsten Berge der Insel, darunter auch der höchste: der Monte Cinto.
Nichts für unerfahrene Wanderer – der GR 20
Wanderungen durch Korsika
Quelle: pixelio.de Fotograf: Dietmar Meinert
Urlauber können beim Wandern auf Korsika die faszinierende Vielfalt der Mittelmeerinsel bewundern, da es vom sonnigen Sandstrand bis zu den verschneiten Skigebieten manchmal nur wenige Kilometer sind. Damit die Wanderer die einzigartige Natur richtig genießen können, führt der Weg durch den Gebirgskamm möglichst fernab von den kleinen Dörfern, die sich auch im Gebirge Korsikas verstecken. Auch das ist einer der Gründe, warum der GR 20 kein Wanderweg für jedermann ist, er erfordert auf jeden Fall Kondition, Trittsicherheit und Erfahrung. Vor allem die Einsamkeit kann eine der schwierigsten Hürden für die Wanderer sein, denn neben ihren Kameraden werden sie außer ein paar Hirten kaum auf andere Menschen treffen.
Unterkünfte auf dem GR 20
Wanderungen durch Korsika
Quelle: pixelio.de Fotograf: Dietmar Meinert
Die Unterkünfte, in denen man sich auf dem GR 20 ausruhen kann, sind einfache Hütten, deren wichtigste Aufgabe es ist, die Urlauber vor der Kälte und dem Wetter zu schützen. Sie bieten also zwar ein Dach über dem Kopf, aber kein Bett, weshalb die Wanderer in ihren eigenen Schlafsäcken übernachten müssen. Die sogenannten Refuges verkaufen während der Hauptsaison auch Essen und sind deshalb wichtige Zwischenstopps für die Wanderer auf ihrer zweiwöchigen Reise. In der Nebensaison sollte man sich darauf einstellen, dass man von einer Refuge Essen für mehrere Tage mitnehmen muss, da die Lieferung von Lebensmitteln in das Gebirge nicht gesichert ist. Wer den GR 20 wandert, kann auf dem Weg auch zelten, ohne es vorher anmelden zu müssen, die Refuges müssen allerdings vorher gebucht werden.
nach obenAjaccio
Ajaccio Impressionen
Quelle: pixelio.de Fotograf: Andrea Damm
Ajaccio ist die größte Stadt Korsikas, obwohl sie mit etwas über 60.000 Einwohnern nach unserer Vorstellung immer noch verhältnismäßig klein ist. Sie ist die Hauptstadt der Mittelmeerinsel und befindet sich an der Westküste am Nordufer des Golfes, der denselben Namen trägt, wie die Stadt selbst. Ajaccio mag Urlauber vielleicht nicht durch seine Größe, dafür aber durch viele interessante Sehenswürdigkeiten und die atemberaubende Landschaft beeindrucken.
Ajaccio, die Heimat Napoleons
Ajaccio Impressionen
Quelle: pixelio.de Fotograf: Andrea Damm
Politisch und geschichtlich hatte Ajaccio nur wenig Bedeutung, allerdings brachte sie den vielleicht berühmtesten Franzosen Napoleon Bonaparte hervor. Auch, wenn Napoleon nur wenig Sympathie für seine Landsmänner, die Korsen, übrighatte, sind die Einwohner Ajaccios doch sehr stolz auf den Sohn ihrer Stadt. Im Stadtbild ist er allgegenwertig, denn Besucher werden drei Heldenstatuen, ein Napoleon-Museum, sein Geburtshaus und eine Napoleon-Grotte in Ajaccio finden. Wer sich also für den berühmten Franzosen interessiert, ist hier auf jeden Fall in der richtigen Stadt. Die Anreise ist für Touristen äußerst bequem, da sich in Ajaccio der größte der vier Flughäfen Korsikas befindet und Urlauber die Stadt ganz einfach per Flugzeug erreichen können.
Auch sonst hat Ajaccio kulturell einiges zu bieten, was sich vor allem an der Kathedrale Notre Dame de la Misericorde zeigt, die ein bedeutendes Gebäude aus der Renaissance ist. Auch andere Artefakte aus diesem Zeitalter finden sich in Ajaccio, vor allem in dem Museum Fesch, das von einem Onkel Napoleons gestiftet wurde, denn dieses enthält vor allem Gemälde aus der Zeit des 14. bis 18. Jahrhunderts.
Entspannte Tage am Strand
Für einen entspannten Tag gibt es auch viele Strände rund um Ajaccio. Marinella, Saint-Francois und Isolella sind nur einige der Namen der Strände, die sich rund um den Golf Ajaccio ansammeln. Der Strand Saint-Francois lässt sich ganz besonders empfehlen, da er sehr gut mit dem Auto zu erreichen ist und alle Urlauber zum Entspannen, Sonnenbaden und Schwimmen einlädt. Auch zu Fuß kann der Strand von der Innenstadt aus erreicht werden, da ein sehr beliebter Boulevard an den Stadt angrenzt und es so ermöglicht, den Strandbesuch auch mit einem kleinen Bummel zu verbinden. Wer sich für Segelboote und Schiffe interessiert, kann auch den Häfen von Ajaccio einen Besuch abstatten. Zwei Häfen befinden sich in Ajaccio, der Tino Rossi Hafen und der Hafen der Admiralität. Beide bieten zusammen mehr als 700 Anlegeplätze und sind nicht nur für den Tourismus entscheidend. Viele Einwohner arbeiten an diesen Häfen, weshalb man sich keine Sorgen darum machen muss, dass man nur von Urlaubern umgeben sein könnte. An diesen Häfen legen auch regelmäßig Fähren aus Marseille, Nizza oder Genua an und bringen Urlauber an ihr Reiseziel. Die beiden Häfen sind sehr beliebt unter Seglern, weshalb Touristen, die sich für das Segeln interessieren, oft ein beeindruckendes Schauspiel geliefert wird.
nach obenBastia
Corsica Ferries: Ankunft mit dem Schiff
Für viele Reisende beginnt der Korsika-Urlaub in Bastia, denn in der zweitgrößten Stadt der Mittelmeerinsel befindet sich der wichtigste Hafen, an dem vor allem Fähren aus dem Norden anlegen und täglich Urlauber ankommen. Korsika ist und bleibt weiterhin ein Geheimtipp unter Urlaubern, denn Touristen kommen meist nicht von weit her aus französischen oder italienischen Häfen. Doch wer mit dem Flugzeug ankommen will, kann auch den Flughafen von Bastia nutzen, der etwa 25 Kilometer vom Stadtkern entfernt ist.
Wo liegt Bastia?
Bastia liegt im Nord-Osten der Insel an der Küste der kleinen Halbinsel Cap Corse, der Hafen ist deshalb so wichtig, da er durch seine nördliche Lage auch Hafen Korsikas ist, der die kürzeste Entfernung zum Festland bietet. Der alte Hafen bildet außerdem auch das touristische Zentrum der Stadt. Dieser wird nicht mehr als Hafen für Fähren oder Ähnliches genutzt, sondern dient nur noch als Anlegestelle für Sport- und Segelschiffe. Der alte Hafen ist auch mit der Altstadt verbunden, die für Touristen den interessantesten Teil der Stadt bildet, da in ihr auch viele Sehenswürdigkeiten versteckt sind. Wer sich nach der Überfahrt erst einmal ausruhen möchte, dem ist es möglich, sich in eines der zahlreichen Cafés und Restaurants zwischen dem neuen und alten Hafen zu setzen und erst einmal einen Kaffee oder eine heiße Schokolade für die Kinder zu bestellen. Mit Blick auf den Kai kann man dann das Treiben am Hafen beobachten und noch einmal den Rest des Tages planen.
In der Altstadt
Der alte Hafen in Bastia
Quelle: pixelio.de Fotograf: Peter Heinrich
Obwohl Bastia vor allem als Wirtschaftszentrum Korsikas bekannt ist, gibt es doch einiges Schönes in der Altstadt zu entdecken – so zum Beispiel der Place Saint-Nicolas, der rundherum mit Palmen bepflanzt ist und auf dem sich viele Bars und Cafés befinden, die viele schöne Plätze zum Ausruhen bieten. In der Altstadt selbst findet sich noch einmal eine sogenannte Stadt in der Stadt: die Terra Nova. Umgeben von einer hohen Mauer gibt es in der Terra Nova ein Museum für korsische Volkskunde, das früher ein Gouverneurspalast war, und auch zwei Kirchen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Zitadelle, die im italienischen Bastiglia genannt wird, und der Stadt ihren Namen gab. Für einen kleinen Bummel lädt der Rest der Stadt ein, der sich vor allem durch kleine Gassen und Straßen mit vielen Geschäften aus jeder Preisklasse auszeichnet. Für einen kleinen Stadtbummel ist die Altstadt Bastias mit ihrer mediterranen Atmosphäre also perfekt geeignet. Auch für Abendprogramm ist gesorgt. Die zahlreichen Bars locken durch Musik und Getränke. Für kulturelles Programm sorgt abends die Oper, die sich in der Terra Nova befindet.
nach obenBonifacio
der wohl meist fotografierte Felsen der Insel
Korsika, auf dem die Altstadt von Bonifacio ruht
Quelle: pixelio.de Fotograf: Hermann B.
Bonifacio ist die südlichste Stadt Korsikas und nur wenige Kilometer von der Insel Sardinien entfernt. Ihren Namen erhielt die Stadt von der Meerenge zwischen Korsika und Sardinien, die die Straße von Bonifacio genannt wird. Bonifacio gehört eindeutig zu einer der schönsten und beeindruckendsten Städte Korsikas und ist deshalb eines der beliebtesten Reiseziele für Besucher Korsikas.
Beeindruckende Natur rund um Bonifacio
Stadt auf Felsen - Bonifacio
Quelle: pixelio.de Fotograf: Peter Heinrich
Die Oberstadt des Ortes liegt auf einer 900 Meter langen hellen Kreidefelsen, schon von Weitem sieht man diesen 70 Meter aus dem Meer emporragen. Diese Lage gibt der ganzen Stadt ein bisschen etwas Gespenstiges, als würde sie gleich die hohe Klippe hinabstürzen. Auf jeden Fall liefern die hellen Felsen tolle Motive für beeindruckende Fotografien, die zu Hause Freunden und Familie gezeigt werden können oder sogar an die Wand gehängt werden. Nur selten findet man solch beeindruckende Formationen und Motive für Urlaubsfotos. Ein tiefes Fjord sorgt dafür, dass Bonifacio auch einen geschützten Naturhafen hat, der auch gerne von Urlaubern besucht wird. Wer die Stadt in ihrer gesamten spektakulären Lage betrachten möchte, sollte auf jeden Fall eine Bootsfahrt rund um die Steilküste machen, da man so genau erkennen kann, wie nah die Häuser tatsächlich am Abgrund stehen. Solche Bootsfahrten werden zuhauf in unterschiedlichen Längen und Routen angeboten und sollten auf keinen Fall bei einem Urlaub in Bonifacio fehlen. Bei einer solchen Bootsfahrt können auch die Grotten besichtigt werden, die durch das Meer in die Klippen gegraben wurden.
Sehenswürdigkeiten in der Altstadt
Die Architektur der Altstadt hat sich der Lage der Stadt anpassen müssen, weshalb sich in der Stadt ein ungewöhnliches Bild bietet. Die teilweise sehr alten Gebäude, sind besonders nah aneinander gebaut und bilden deshalb nur sehr enge Gassen. Die beeindruckend hohen Häuser, bei denen vier oder fünf Stockwerke durchaus zum Standard gehören, sind oft noch Beispiele aus früheren Architekturzeitaltern. Die Altstadt erreicht man über die Zitadelle, denn von da aus führen ein Tunnel und eine Zugbrücke zu den steilen Felsklippen. Die Zitadelle musste gebaut werden, da Bonifacio durch seine beneidenswerte Lage oft zum Ort militärischer Auseinandersetzungen wurde. Die sogenannte Treppe des König Aragon führt von der Altstadt mit Treppenstufen, die direkt in den Stein eingehauen wurden, direkt zum Meer. Sie wurde nachts von König Aragon erbauen lassen, da er keinen anderen Weg sah, die Stadt einzunehmen. Der Hafen ist das Zentrum der Fischerei und dient auch als Jachthafen für Bonifacio. Hier bieten sich die vielen Restaurants an, die fangfrischen Fisch servieren können. Auch den Jachthafen sollte man sich einmal ansehen, wer weiß vielleicht findet sich auch die eine oder andere Berühmtheit unter den Besitzern.
nach obenCalvi
Cafe und Bars in Calvi
Calvi ist eine Stadt im Nordosten Korsikas, die vor allem für ihren Jachthafen bekannt ist. Sie liegt etwa 95 km von Bastia entfernt am Golf von Calvi. Die Stadt teilt sich in zwei Teile, die Oberstadt und die Unterstadt. Die Unterstadt zeichnet sich vor allem durch den Hafen, den Marktplatz Calvis und das Rathaus aus, während die Oberstadt wegen ihrem Gouverneurspalast und der Festung interessant ist.
Die Geschichte der Stadt
Die Ursprünge Calvis reichen bis in die Römerzeit zurück und sind vor allem deshalb zu erwähnen, da Calvi eine der wenigen Städte war, die die Genuesen willkommen geheißen hat. Für sie waren die Italiener eine Schutzmacht, die sie vor den korsischen Adeligen beschützen konnten. Auch während der korsischen Freiheitskämpfe hielt Calvi Genua die Treue, was ihnen auch heute noch von manchen Korsen vorgehalten wird. Den Genuesen haben die Einwohner Calvis aber ihre wichtigste Sehenswürdigkeit zu verdanken, denn sie bauten die Zitadelle, die auf einem Felsvorsprung steht und von der aus man einen faszinierenden Ausblick auf den Golf von Calvi hat. Die Zitadelle ist für Besucher zugängig, doch einige Teile könnten geschlossen sein, da sich in ihr auch eine Kaserne für Fallschirmjäger befindet.
Was tun in Calvi?
Hafen in Calvi
Eine einsame Badebucht bei Calvi auf Korsika
Quelle: pixelio.de Fotograf: F. Gopp
Der Hafen von Calvi zeichnet sich nicht unbedingt als Fährhafen aus, obwohl er auch mit der Fähre zu erreichen wäre. Hier tummeln sich vor allem die Urlauber, die eine Jacht besitzen, oder jene, die versuchen, einen Blick auf diejenigen zu erhaschen, die eine Jacht besitzen. Denn der Hafen von Calvi ist der beliebteste Jachthafen auf ganz Korsika und wer sich hier auf eine Bank setzt und das Treiben beobachtet, könnte einige europäische und internationale Berühmtheiten auf ihren Jachten entdecken. An der Uferpromenade finden sich auch zahlreiche Restaurants und Bars, die nachmittags zum Entspannen und abends zum Tanzen verleiten. Die Uferpromenade ist direkt mit der Altstadt verbunden, die zu einer Shoppingtour einlädt. Wer sich nicht an den engen Gassen stört, durch die sich die vielen Urlauber drängen, der kann hier die zahlreichen Souvenirshops begutachten und sich ein kleines Andenken für Zuhause mitnehmen. Doch auch einen Badeplatz hat Calvi zu bieten, sechs Kilometer lang erstreckt sich der helle Sandstrand, der direkt an die Stadt anschließt. Der Strand ist besonders familienfreundlich, da die Wellen nur sehr flach sind und auch ein Campingplatz für Naturfreunde vorhanden ist.
Wer sich für Natur interessiert, der wird sich auch an einem der vielen Naturdenkmäler Calvis erfreuen, denn um die Halbinsel La Scandola, die von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde, werden Schiffstouren angeboten. Einen Mittag lang kann man hier vom Schiff aus die atemberaubende Landschaft genießen und sich von den großen Felsbuchten beeindrucken lassen.
nach obenRestonica Schlucht bei Calvi
Die Restonicaschlucht bei Calvi ist eine der schönstern Schluchten Korsikas und ?u?erst beliebt. Vielleicht auch deshalb, weil man mit dem Auto die Schlucht hochfahren kann und am Ende der Schlucht eine 2-3h Wanderung zu 2 Bergseen (Lac de Melo sowie Lac de Capitello) unternehmen kann. Der Schwierigkeitsgrad ist einfach - von daher ist hier auch m?chtig was los. Der Parkplatz kostet 5 Euro Parkgeb?hr. Die Stra?e zum Parkplatz ist für Fahrzeuge mit Anh?nger und Wohnmobile nicht zu empfehlen. Bei entgegenkommenden Verkehr kann es schon mal passieren, dass alle Fahrzeuge 100-200 Meter r?ckw?rts fahren m?ssen um in eine der Ausweichbuchten zu gelangen.

Ein paar kleinere Kletterpassagen auf
halben Weg zum oberen See.

Uriger Zeltplatz in der Restonica Schlucht,
ca. 3-4 km von Corte entfernt
Zelten kann man in Calvi auf einer der Campingpl?tze, bzw. auf einem Campingplatz, der ca. 3Km von Calvi entfernt bereits in der Restonicaschlucht liegt.

Parkplatz am Ende der Schlucht.

Nach ca. 30 Minuten ein Blick zur?ck
in Richtung Parkplatz.

Ein paar Ketten als Unterst?tzung.
Nur noch oben über den Felsen
und schon ist man am ersten
(Lac de Melo) der 2 Seen angelangt.

Eine Engpassstelle wenn Leute nach oben wollen, bzw.
gleichzeitig hier nach unten.
Vom Parkplatz kann man den ersten See (Lac de Melo) bereits in ca. 45-60 Minuten erreichen. Zum Schlu? hin gehts dann etwas steiler zu.
Vom Lac de Melo auf 1700 m H?he zum zweiten See (Lac de Capitello, 1900 m H?he) sind es dann ebenfalls nochmals ca. 45 Minuten. Jetzt gehts aber gleich über gr??ere Felsen hinweg nach oben. Der Lac de Capitello liegt auf ca. 1900 Meter H?he. Wer den Blick nach oben schwiefen l?sst, der kann auf dem Bergkamm Wanderer des GR20 entdecken, die nochmals 300 Meter h?her entlangwandern.

Wer es erfrischend mag: ein Bad im
Lac de Capitello, der mehrere
Monate im Jahr zugefroren ist
Die Wanderung macht Kindern Spa?, da auch einige Felsen überklettern werden m?ssen. Baden ist in den Seen erlaubt - aber nur wirklich ganz Abgehört ete trauen sich in das kalte Wasser.

Lac de Capitello auf ca. 1900m H?he

Oben auf dem Bergkamm verl?uft der GR 20 entlang.

Lac de Capitello auf ca. 1900m H?he

Der Blick hinunter zum Lac de Melo auf 1700 m H?he
Ile Rousse
Die Hafenstadt Ile Rousse wurde 1759 von Pascal Paoli gegründet, auch wenn das Gebiet schon vorher besiedelt war, wurde aus dem Fischerdorf erst in diesem Jahr eine große Hafenstadt. Motiv für die Gründung war die Hafenstadt Calvi, die sich den Genuesen angeschlossen hatte und dafür verantwortlich war, dass es keine korsische Hafenstadt gab. Um den Handel weiterhin zu garantieren wurde die Hafenstadt Ile Rousse gegründet. Heute ist sie trotz ihres Namens keine Insel mehr, da sie durch einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Ihren Namen hat sie den Felsen zu verdanken, die von der Hafeneinfahrt aus gesehen werden können und die schon von Weitem an ihrer roten Farbe erkannt werden können.
Der Garten Korsikas
Die Balagne, der Teil Korsikas, in dem sich auch die Hafenstadt Ile Rousse befindet, wird auch als der Garten Korsikas bezeichnet, da hier der Boden besonders fruchtbar ist. Ein weiterer Name ist auch "die Heilige", da sich in diesem Gebiet viele religiöse Gebäude befinden. Beide Eigenschaften könnten ein Grund dafür sein, dass die Einwohner der Balagne vor allem für ihre Lebensfreude bekannt sind, denn jedes Ereignis wird als Grund für ein Fest oder eine Feier gesehen. Es kann also gut sein, dass auch während des Besuches ein großes Straßenfest veranstaltet wird, das ist vor allem für Kinder oft ein großer Spaß.
Das Zentrum der Stadt bildet der Place Pascal Paoli, der von vielen Bars und Restaurants umgeben ist, und auf dem sich die Einwohner oft treffen, um gemeinsam den Nachmittag zu verbringen und Boule zu spielen. Direkt am Marktplatz findet sich auch die Markthalle, in der frisches Gemüse und Obst verkauft wird. Das ist auf jeden Fall ein Erlebnis, das sich kein Tourist entgehen lassen sollte. Hier lassen sich auch die ersten französischen Wörter aufschnappen und wer sich traut, kann auch seine eigenen Sprachkenntnisse ausprobieren. Als Andenken und Geschenke für Freunde und Familie sollte man auf jeden Fall einige korsische Spezialitäten wie Wurst, Olivenöl oder Kastanien mitnehmen, denn auch diese lassen sich hier in der Markthalle erwerben.
Sehenswürdigkeiten und ein kleiner Spaziergang
Ein Besuch ist vor allem der Leuchtturm wert, der sich am Ende des Dammes befindet. Zwar ist es kein besonders imposantes Gebäude, doch der Spaziergang auf dem Damm und die Aussicht auf das Meer lohnen sich immer wieder. Wer das Umland noch weiter erkunden möchte, der kann einen beliebten Spaziergang zum Campingplatz Il Bordi machen. Der Weg beginnt am Bahnhof von Ile Rousse und führt erst ein Stück in Richtung der Schienen und dann entlang der Küste. Auf diesem Spaziergang kann man auch die blanken roten Felsen bewundern, die der Stadt ihren Namen gaben.
nach obenGirolata
Vor allem Touristen in Korsika suchen die Ruhe in ihrem Urlaub und sind nicht darauf aus, von vielen anderen Menschen umgeben zu sein. Wer sich mehr für Partystädte und lange Nächte interessiert, der ist wahrscheinlich auf Mallorca besser aufgehoben. Denn Korsika ist auch heute noch trotz seiner beeindruckenden Landschaften keine Insel, die vom Tourismus abhängig ist. Viele Besucher stammen weiterhin nicht von weit her, sondern oft aus den Nachbarländern. Doch wer die Ruhe und Einsamkeit sucht und auch einmal in einem kleinen französischen Dorf übernachten möchte, der ist in Korsika perfekt aufgehoben.
Girolata – die Stadt ohne Autos
Wer einmal fernab von der Zivilisation leben möchte, in einem Dorf ohne Autos, das nur durch Boote erreichbar ist, der hat in Girolata wahrscheinlich das perfekte Reiseziel gefunden. Girolata liegt an der Westküste Korsikas etwas nördlich von Porto und besteht nur aus zehn Häusern und einer Burgruine. Das kleine Dorf wird in vielen Reiseführern bereits auf dem Einband als Inbegriff der korsischen Insel gezeigt. Die Abgeschiedenheit zieht immer wieder viele Besucher nach Girolata, denn es führt keine Straße zu dem kleinen Dorf. Trotzdem muss man sich keine Sorgen machen, dass man vielleicht in Girolata stecken bleiben könnte, denn es führen regelmäßig Boote von Porto und Calvi aus nach Girolata. Wer noch etwas abenteuerlicher veranlagt ist, kann Girolata auch vom Col de la Croix erreichen, wenn er sich an eine vierstündige Wanderung durch die Maquis wagt.
Der Charme der Einsamkeit
Obwohl Girolata jedes Jahr mit vielen Besuchern rechnet, wurde das Dorf noch nicht vom Tourismus übernommen. Natürlich findet man die notwendigen Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten, die auch in anderen Dörfern in Korsika angeboten werden, doch auch um den angrenzenden Naturpark La Scandola zu bewahren wird von zu großen Veränderungen der Landschaft abgesehen. Es waren einmal Parkhäuser, Luxusvillen und eine Eisenbahnstrecke entlang der Klippen geplant, doch diese wurden zum Glück bald wieder aufgegeben, um den Charme des kleinen Dorfes zu erhalten.
Natur pur auf Korsika
Girolata hat die perfekte Lage für einen ruhigen Urlaub oder auch nur für einen Nachmittag, denn hier kann wirklich jeder einmal am Strand entspannen oder einen kleinen Spaziergang machen. Die meisten Spaziergänge führen zu der Burgruine, die sich auf einer kleinen Halbinsel, die neben dem Hafen ins Meer ragt, befindet. Von dieser Ruine aus hat man einen noch besseren Ausblick auf die roten Felsen, die bereits einige Kilometer nördlich wieder beginnen. Wem Girolata auf die Dauer doch ein wenig zu ruhig wird, kann ohne Probleme per Boot die Städte Porto oder Calvi erreichen, um sich dort die Altstädte und andere Sehenswürdigkeiten anzusehen. Auch der Naturpark La Scandola, der sich praktisch direkt neben Girolata befindet, ist immer wieder einen Besuch wert, denn es ist keine Überraschung, dass die UNESCO diesen zum Weltnaturerbe auserkoren hat.
nach obenGaleria & Fangotal
Auf dem Weg von Calvi nach Porto auf der D81 durchquert man nach ca. 30 km das Fangotal. Genauso lang – jedoch wesentlich schöner - ist in etwa die Strecke an der Küste auf der D81B entlang. An der Mündung des Flusses Fango ins Meer liegt etwas abseits der Ort Galeria. Leider ist diese abseits gelegene Lage auch der Grund, dass viele den Ort einfach „rechts“ liegen lassen. In Galeria gibt es einen Campingplatz, einige Restaurants und einen schönen abgeschiedenen Strand an der Fangomündung. Der Strand besteht aus Stein und Sandgeröll, welcher als natürliche Barriere für das dahinterliegenden Fangodelta dient. In den Sommermonaten kann man hier auch Kanus mieten und etwas flussaufwärts paddeln.

Sicht vom kleinen Hafen mit den Tauchbooten auf Galeria.

Boote in der Bucht von Galeria.
Galeria ist auch bei Wanderern sehr beliebt und ein Etappenziel auf dem Tra Mare e Monti Nord mit einer Gite d’étape in Galeria. Ein weiterer Campingplatz liegt ganz in der Nähe der Brücke, die über den Fango führt.
Galeria ist jedoch nicht nur bei Wanderern beliebt, sondern auch bei Tauchern. Im kleinen Hafen kann man gut Kontakte knüpfen und sich zu einem der Tauchtouren anmelden.
Die 12-13 Meter hohe Brücke über den Fango in Tuarelli eignet sich für Wagemutige für einen Sprung in den Fango. (Kurzes Video auf Youtoube: Brückensprung auf Korsika)
Fangotal

Im Fangotal kann man schöne Badestellen entdecken.

Und nicht nur schöne Badeplätze,
sondern auch gute Möglichkeiten für den
ein oder anderen Sprung vom Felsen.
Wirklich lohnenswert ist ein Abstecher ins Fangotal selbst. Im Abschnitt zwischen Tuarelli und Manso zwängt sich der Fluss zwischen ausgewaschenen Felsen hindurch mit zwischendurch herrlich und versteckt gelegene Badebecken. Manche sind ideal für einen kühnen Sprung in den Fluss. Ganz Mutige wagen den Sprung von der ca. 13 Meter hohen Brücke von Tuarelli. Ebenfalls in Tuarelli gibt es eine schöne Gite d’étape (Wanderweg Tra Mare e Monti Nord). Auf dem Gel?nde darf man auch Zelten. Die etwas bescheidenen Sanitäreinrichtungen des Campingplatzes nimmt man in Kauf, erhält dafür jedoch eine sehr schöne und ruhige Lage.
nach obenPorto
Porto
Wie der Name bereits verrät ist Porto eine weitere Stadt an der Küste Korsikas. Allerdings findet man hier nicht wie vielleicht vermutet eine große Hafenstadt, sondern eine kleine Stadt mit 600 Einwohnern, die in einem der schönsten Flecken Korsikas liegt.
Der beliebte Ort Porto lädt zum Verweilen ein und ist ein idealer Ausgangspunkt für viele Ziele in der nahen Umgebung. In Porto gibt es Hotels, Restaurants, Bars, die Souveniershops, einige Campingplätze und einen kleinen Hafen. Von hier aus starten Ausflugsboote um die atemberaubende Steilküste von See aus zu betrachten. Die Fahrten führen zu der Calanche, Capo Rosso, Girolata, oder Scandola über den von der UNESCO als Weltnaturerbe geführten Golf von Porto. Natürlich sind auch Tauchtouren im Hafen von Porto zu finden.
Das Wahrzeichen von Porto ist ein wuchtiger (viereckiger) Wehrturm auf einem Felsvorsprung an der Hafeneinfahrt von Porto. Der Turm kostet Eintritt. Natürlich gibt es in Porto auch einen Badestrand, welcher aber nicht so einladend ausschaut. Der Kieselstrand fällt sehr steil ins Wasser ab. Es wurden zwar vor einigen Jahren Bäume als Schattenspender gepflanzt, aber noch geben die Bäume zu wenig Schatten. Zum Baden wären einige Strände in der näheren Umgebung von Porto geeigneter.
Tourismus in Porto
Wie viele Urlauber sich für die kleine Stadt Porto entscheiden, kann man bereits an der Einwohnerzahl erkennen, die jährlichen Schwankungen unterliegt. Während der Wintermonate wohnen nur etwa 600 Korsen hier an der Westküste, doch in der Hauptsaison wächst die Einwohnerzahl auf über 8.000 an. Trotz der vieler Urlauber verliert die Stadt nichts an ihrem Charme und ist auch während der Hauptsaison noch empfehlenswert zum Entspannen. Die Hotels und Appartement-Häuser, die während des Winters größtenteils leer stehen, passen sich sehr gut an die Landschaft an und stören deshalb in keiner Weise das Stadtbild. Außerdem liegt Porto in einem Nationalpark, was die Architektur zwar einschränkt, aber wenigstens vor großen Hotelklötzen bewahrt, die nur die Atmosphäre Portos zerstören würde. Die große Anzahl an Touristen kann auch durchaus ein Vorteil sein, denn man kann sich sicher sein, dass Porto seinen Besuchern optimalen Service garantieren will.
Capo Russo mit Turm auf einer 300 Meter hohen Felsklippe
Tagestouren rund um Porto
Durch seine Lage ist Porto der perfekte Ausgangspunkt für Tagestouren, um die Umgebung zu erforschen. Im näheren Umkreis befindet sich zum Beispiel die Calanche, die durch ihre bizarren Felsformationen schon oft Künstler und Dichter inspiriert haben. Mitten durch diese Felsen führt eine Straße von Porto nach Piana, die allerdings nichts für zartbesaitete Reisende ist, denn schwindelfrei muss man für diese Wanderung auf jeden Fall sein. Für wen das keine Option ist, der kann die Calanche auch von einer der Parkbuchten betrachten und auch von dort aus atemberaubende Fotos schießen.
Klippenspringen in einer Bucht nahe Porto
Piana
Das kleine malerische Örtchen liegt südlich von Porto, gleich nachdem man die Calanches durchquert hat. Ein Supermarkt, weitere Lebensmittelgeschäfte, Restaurants und auch 1-2 Hotels lassen sich hier finden. Hier geht es ein wenig ruhiger zu, als in Porto. Die Calanches kann man von hier aus sehr gut zu Fuß erreichen. Einen der schönsten Badebuchten im ganzen Golf von Porto kann man von Piana aus erreichen – die Bucht von Ficajola. Kurz nach Piana auf der Küstenstrasse D824 zweigt eine kleine Straße rechts ab. Diese Strasse führt in steilen und engen Serpentinen zu einem Parkplatz, welcher 400 Meter tiefer liegt. Von dort sind es noch 10 Minuten Fußweg hinunter zum Strand.
Die Bucht ist umsäumt von Felsen, die von manchen Stellen aus gut geeignet sind um einen Sprung ins kühle Nass zu wagen.
Spelunca Schlucht
Eine Wanderung durch die Spelunca Schlucht ist auch gut mit Kindern zu unternehmen. Das Flüsschen Aitone und Tavulella haben hier eine beeindruckende Schlucht geschaffen. Mit dem Auto faährt man ca. 6 Kilometer von Porto nach Ota. Dort stellt man das Auto in der Nähe einer alten genuesischen Bogenbrücke ab. Der Wanderweg führt von hier aus in die Schlucht hinein und führt bis Evisa hinauf. In der Mitte trifft man auf eine weitere alte Genuesenbrücke. Von hier ab ist der Weg besonders anstrengend, da nun der Pfad steil berghoch führt. Wer diesen beschwerlichen Weg scheut, der kann hier umkehren und zum Ausgangspunkt zurück wandern.
Baden und Sonnen am Plage d'Arone
Ein weiterer Ausflug sollte zum Plage d'Arone führen, da dieser Sandstrand doch von vielen Urlaubern dem ungemütlichen Kieselstrand von Porto vorgezogen wird. Von dort aus kann man einen kleinen Abstecher in das Bergdorf Piana machen oder das Capo Russo besuchen. Letzteres ist ein Turm, auf einer 300 Meter hohen Felsklippe, dessen Stürmung nicht nur für kleine Kinder ein Abenteuer sein kann. Der Wanderweg, der zu dem Turm führt, ist in optimalem Zustand, liegt jedoch meist in der Sonne und sollte deshalb bestenfalls morgens oder nachmittags bewältigt werden. Auch genügend zu Trinken und Sonnenschutz sollten eingepackt werden, damit die dreistündige Wanderung gut überstanden wird. Auch für Kinder ist die Wanderung mit dem richtigen Sonnenschutz kein Problem, da die Wanderwege überwiegend flach sind und auch für unerfahrene Wanderer keine Probleme darstellen.
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Das pr?chtige Farbenspiel: rot, blau, gr?n in allen Variationen
Calanche

Auf Korsika finden sich viele Orte, die so nirgends auf der Welt zu finden sind. Nicht umsonst sind schon viele verschiedene Gebiete von der UNESCO als Weltkulturerbe auserkoren worden. Einer dieser Orte sind die Calanche, die sich südlich der Stadt Porto befinden und dort immer wieder Besucher faszinieren.
Rote Felsen ragen aus dem Meer
Das non plus ultra in der Nähe von Porto sind die Calanches de Piana. Diese steilen und bizarren Felsformationen aus rotem Granitgestein ragen bis zu 300 Meter in die Höhe und bilden beeindruckende Formationen, in welcher jeder Besucher etwas anderes Fantasievolles entdecken kann. Die Straße führt mitten durch die Calanche und klebt an manchen Stellen regelrecht an der Wand. Man kann sich leicht vorstellen, dass wenn ein Reisebus einem entgegenkommt das ein oder andere Manöver von Nöten ist, so dass beide unbeschadet aneinander vorbeikommen. Zudem gibt es zahlreiche „Fußgänger“ auf der engen Straße, die mit ihren Fotoapparaten auf der Pirsch nach einem guten Landschaftsmotiv sind und das Stativ dann auch schon mal auf der Straße platzieren. Also keine Strecke für schwache Nerven.

Sonnenuntergang in der Calanche.
Als Calanche bezeichnet man die Felsformationen, die sich südlich der Stadt Porto befinden, Felsklippen sind in Korsika nicht unbedingt etwas Besonderes, da sich eigentlich entlang der gesamten Küste Felsen befinden, doch diese Felsen sind anders als die anderen, denn ihre Farbe macht sie zu etwas ganz Besonderem. Sie bestehen aus rotem Granit und ragen bis zu 400 Meter aus dem Meer. Bei den malerischen Sonnenuntergängen, die man von der Küste Korsikas aus beobachten kann, fangen die Felsen das Licht der untergehenden Sonne auf und bieten Urlaubern ein ganz besonders Schauspiel. Durch das Licht scheinen die roten Granitfelsen zu glühen und erstrahlen noch intensiver rot als zuvor.

Das Herz der Calanche
In den Abenddämmerung 1 Stunde vor und während dem Sonnenuntergang sind die Lichtverhältnisse fantastisch. Die Felsen scheinen rot zu glühen, das blaue Meer im Hintergrund und die grünen Bäume bzw. Maccia dazwischen. Ergeben ein grandioses Motiv.


In den Felsformationen lassen sich sogar Figuren erkennen, was sie zu einem noch interessanteren Motiv für Urlaubsbilder macht. Entweder versucht man selbst, Tiere oder Gesichter in den Felsen zu erkennen oder man verwendet die bereits entdeckten Motive, die bereits von anderen Urlaubern oder Einheimischen erkannt wurden. Da die Calanche ein so beliebtes Reiseziel sind, ist auch die Anfahrt relativ einfach. Wer vom Süden über Ajaccio anreist, kann über die D 81 Richtung Calvi fahren und erreicht dann über Cargese Porto. Auch aus dem Norden folgt man der D 81 über Galeria in Richtung Porto. Wer aus dem Osten Korsikas anreist, sollte die D 84 nehmen, die über den Col de Vergio nach Porto führt.

Attraktionen rund um die Calanche
Wer aus anderen Ecken Korsikas zu den Calanche reist, sollte vielleicht noch einige Tage einplanen, um sich die Umgebung anzusehen. Vor allem bei der kleinen Stadt Porto lohnt sich immer wieder ein Besuch, denn sie ist eine der beliebtesten Touristenziele Korsikas. In der Hauptsaison wird ihre Einwohnerzahl mehr als verzehnfacht, da so viele die Appartement-Wohnungen und Hotels nutzen, die sich hier direkt an der Küste befinden. Doch trotz des großen Besucheransturms muss man sich hier keine Sorgen um die Atmosphäre machen, denn diese bleibt durch die sich anpassenden Gebäude immer noch die eines kleinen französischen Dorfes. Von Porto aus führt auch ein Wanderweg quer durch die Calanche. Dieser Weg ist allerdings nichts für Wanderer mit Höhenangst, denn auf dem schmalen Wanderweg kann es schon einmal eng werden, wenn einem andere Besucher oder sogar ein Fahrzeug entgegenkommt. Doch wer sich durch die Calanche traut, kann sich sicher sein, dass er einmalige Erinnerungen mit nach Hause nimmt.

Impressionen und Figuren in der Calanche
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