Berlin

Berlin

Berlin ist eine vielfältige Stadt, die sich durch verschiedene Kulturen und ein umfassendes Angebot an Sehenswürdigkeiten auszeichnet. Seit 1990 ist der Stadtstaat Berlin die Hauptstadt Deutschlands und wächst ständig weiter. Inzwischen ist sie mit rund 3,4 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt der Bundesrepublik. Auch flächenmäßig kann es keine andere in Deutschland mit der Hauptstadt aufnehmen. In Berlin stoßen viele Kulturen und Religionen aufeinander, wodurch das Stadtbild durch verschiedene Einflüsse geprägt wurde.

Berlin

Im Erholungspark Marzahn ist es beispielsweise möglich, durch den Chinesischen Garten zu wandern, sich zu entspannen und gleichzeitig einen Einblick in die fernostasiatische Kultur zu erhalten. Das jüdische Museum bietet Einblick in die Geschichte des Judentums und klärt über ihre Bedeutung für Deutschland auf. Auch die dominierende Religion – das Christentum – hat die deutsche Hauptstadt stark geprägt. Im Berliner Ortsteil Charlottenburg ist es möglich, die Reste der ursprünglichen Gedächtniskirche zu betrachten, welche im neuromanischen Stil gebaut wurde. Gleichzeitig kann der moderne Neubau bewundert werden, der sich stark von den Ruinen abhebt.

Doch nicht nur Menschen, die sich für Religion und fremde Kulturen interessieren, können sich an Berlin erfreuen. Daneben hatte Sport schon immer eine große Bedeutung für die größte Stadt Deutschlands und so ist es möglich, einige ansehnliche Stadien zu betrachten, die neben den Sportereignissen auch eine attraktive Architektur zu bieten haben. Tierfreunde können gemütlich durch den Zoologischen Garten schlendern, der außerdem der älteste Tierpark Deutschlands ist. Auch für Liebhaber der Moderne und des Nachtlebens hat die Stadt einiges zu bieten. Das Sony Center am Potsdamer Platz kann beispielsweise mit seiner futuristischen Architektur glänzen, die unter anderem für Unterhaltungs-Einrichtungen sowie Einzelhandelsgeschäften genutzt wird.

Neben den meisterhaften Bauwerken sowie den kulturellen Sehenswürdigkeiten ist die Stadt außerdem als Kreativmetropole bekannt. Berlin hat zahlreiche Künstler, Schriftsteller und Musiker hervorgebracht, die in der Vergangenheit gewirkt haben und teilweise auch heutzutage noch einen gewissen Reiz besitzen. Noch immer begegnen dem schlendernden Touristen zahlreiche Maler und Musiker, die auf dem Alexanderplatz oder einer Brücke sitzen und Vorbeikommende mit ihren Fähigkeiten erfreuen. Die malenden Künstler bieten interessante Werke an und einige bieten auch an, ein Porträt zu malen. Wer sich Andenken mitnehmen will, sollte jedoch nicht zu knauserig sein, denn vor allem die einzigartigen Werke besitzen einen stolzen Preis.

Reichtstag in Berlin

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Jüdisches Museum

Jüdisches Museum Berlin
Jüdisches Museum Berlin
Quelle: pixelio.de        Fotograf: J. Jünger

Das jüdische Museum gehört zu den größten Sehenswürdigkeiten Berlins. Nicht nur das die Ausstellung interessant ist und zahlreiche Informationen vermittelt, auch das Gebäude beeindruckt mit einer einzigartigen Architektur. Entworfen von dem bekannten Architekten Daniel Libeskind besitzt es einen sehr guten Ruf. Selbstverständlich ist das äußere und innere Design eng mit der Thematik verknüpft. Mithilfe dieser wirren Bauweise wollte der Architekt die grausamen Erlebnisse der Juden während des zweiten Weltkriegs physisch erlebbar machen. Das Bauwerk steht symbolisch für die Millionen jüdischen Leben, die im Rahmen des Holocausts zerstört wurden.

Der verwinkelte Grundriss soll einen zerrissenen Davidstern darstellen. Mit den schrägen, wirren Fenstern wurde ein weiteres Symbol geschaffen. Sie wirken, als wären sie brutale Einschnitte in die Zinkhaut des Museums. Wer das Gebäude sieht und den Zusammenhang kennt, der kann das Leiden und die Wirren der jüdischen Geschichte förmlich spüren. Ebenso extrem ist auch die Anordnung der Innenräume. Es existiert keine klare Struktur und es wirkt fast wie ein Irrlauf. Außerdem stehen überall leere Betonschächte, die als Mahnmal und zur Erinnerung an die brutale Vernichtung der Juden dienen sollen. Das jüdische Museum hofft einer ähnlichen Tat mit Aufklärung entgegenwirken und sie so verhindern zu können.

Die modern ausgerichtete Ausstellung präsentiert umfangreiches Wissen, welches sich von der Römerzeit bis in die Gegenwart erstreckt und viele Informationen über das jüdische Volk und ihre Geschichte beinhaltet. Mithilfe von zahlreichen interaktiven Elementen, soll das Wissensangebot auch für jüngere Besucher interessant sein und sie über die Vergangenheit aufklären. Zahlreiche historische Objekte, die mit Bildern und anderen Medien versehen sind, klären über das alltägliche Leben und die Rolle des Judentums in der deutschen Geschichte auf.

Neben der modernen Architektur Libeskinds ist außerdem eines der barocken Bauwerke Berlins Bestandteil des Museum. Das einstige Kammergericht wurde von dem amerikanischen Architekten geschickt in sein Werk integriert und bietet einen Einblick in die Vergangenheit Berlins. Der Innenhof wurde von Libeskind mit einen ausdrucksstarken Glasdach versehen. In Kombination soll es eine Laubhütte symbolisieren.

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Gedenkstätte Berliner Mauer

Berliner Mauer
Berliner Mauer

Obwohl es noch nicht sehr lange her ist, können viele Kinder und Jugendliche nicht glauben, dass Deutschland einst in Osten und Westen getrennt war. Das Bild einer Mauer, das sich quer durch die deutsche Hauptstadt zieht erscheint vielen irreal und unecht. Dass viele Menschen ohne Scheu erschossen und ermordeten wurden, nur weil sie nach West-Deutschland wollten, wirkt wie aus einem Film und dennoch ist es real und Teil der deutschen Geschichte. Die Gedenkstätte Berliner Mauer soll an diese Zeiten erinnern und als Mahnmal dienen.

Sie befindet sich in der Bernauer Straße. Diese markierte die Grenze zwischen den Berliner Ortsteilen Wedding und Mitte. Wobei der Wedding zu West- und Berlin Mitte zu Ost-Berlin gehörte. Diese Straße ist noch immer mit zahlreichen grausamen Schicksalen, von Menschen verbunden, die versucht haben, in den Westen zu fliehen. Am 13. August 1998 – 37 Jahre nach dem Baubeginn der Mauer – wurde die Gedenkstätte eingeweiht, die sich an der Ecke Ackerstraße befindet.

moderne Bronze-Skulptur des bulgarischen Künstlers Prof. Georgi Tchapkanov
moderne Bronze-Skulptur des bulgarischen Künstlers
Prof. Georgi Tchapkanov
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Rolf Handke

Anders als bei vielen anderen Mahnmalen wird der Besucher hier nicht mit aufwendigen und dramatischen Effekten konfrontiert. Stattdessen wird ihm die klare historische Wahrheit vor Augen geführt, die ihn zur Besinnung führen soll. Vor allem bei jüngeren Besuchern kann dieser Ort für Einsicht und Verständnis sorgen. Sven und Claudia Kohlhoff trugen einen großen Teil zu dieser Gedenkstätte bei und lieferten die Idee, ein kurzes Stück Grenzland mit hohen Stahlwänden einzufrieden. In diesen befinden sich Sehschlitze, durch welche die Besucher auf den Todesstreifen blicken können.

Zu der Gedenkstätte gehören außerdem ein Dokumentationszentrum sowie die "Kapelle der Versöhnung". Im Zentrum werden umfassende Informationen präsentiert, die über das geteilte Deutschland aufklären und über die damaligen Umstände berichten. Die Kapelle der Versöhnung ist ein weiteres Symbol für den Untergang der DDR und erinnert an ihre grausamen und unlogischen Taten. Sie wurde dort erbaut, wo die damalige Ostdeutsche Regierung im Jahr 1985 eine Kirche sprengen ließ.

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Madame Tussauds

Das Wachsfigurenkabinett in London, das auf Madame Tussauds zurückgeht, ist inzwischen weltweit bekannt. Touristen aus der gesamten Welt besuchen die Hauptstadt Englands, um dieses Kabinett zu besuchen und die zahlreichen lebensgroßen Prominenten zu sehen. Seit einigen Jahren hat das leitende Unternehmen auch eine Niederlassung in der deutschen Hauptstadt, die sich ähnlicher Qualität erfreut. Auch wenn die Einrichtung nicht an das Ausmaß des Hauptstandorts heranreicht, so ist das Werk dennoch beeindruckend.

Die Besucher können endlich personalisierte Fotos von sich mit ihren Lieblingsstars schießen oder sich zusammen mit historischen Persönlichkeiten ablichten lassen. Die Berliner Niederlassung bietet lebensechte Nachbildungen weltberühmter Persönlichkeiten aus Wachs. Einige von ihnen wirken derart echt, das die Überlegung angemessen ist, ob es sich tatsächlich nur um Wachs handelt. Sie stehen immer in einem passenden Szenario, wodurch die Foto-Kulisse noch besser wird. Weiterhin steht zahlreiches Informationsmaterial zur Verfügung, durch welches die Besucher etwas über die ausgestellten Persönlichkeiten erfahren können.

Durch die Orientierung an der Region treffen die Besucher vorrangig auf historische Persönlichkeiten aus Deutschland und können beispielsweise an Bismarcks Seite stehen. Dadurch eignet sich ein Besuch auch für Schüler- und Jugendgruppen, denen sehr anschaulich historisches Wissen vermittelt wird. Die Niederlassung befindet sich in der Nähe vom Brandenburger Tor, am Standort "Unter den Linden". Dank der entsprechenden Bahnlinien ist eine optimale Erreichbarkeit gewährleistet. Allerdings sollte das Madame Tussauds nicht mit leerem Geldbeutel betreten werden. Für den Eintritt müssen 18,50 Euro oder ermäßigt 13,50 Euro pro Person gezahlt werden. Dazu kommt der Preis für ein mögliches Andenken, das im Souvenir-Shop erworben werden kann.

Neben den anschaulichen Figuren und dem umfassenden Wissen über die Vorbilder gibt es auch eine Abteilung die darüber aufklärt, wie eine solche Figur entsteht. Dieser Vorgang ist sehr umfangreich und aufwendig. Er erstreckt sich vom persönlichen Treffen mit den Prominenten, der genauen Abmessung über das sogenannte "Sitting" bis hin zur finalen Garderobenprobe. Erst wenn alles passt und die Proportionen stimmen, wird die Figur ausgestellt.

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Britzer Garten

Britzer Garten im ehemaligen BUGA-Gelände in Berlin
Britzer Garten im ehemaligen BUGA-Gelände in Berlin
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Karl-Heinz Liebisch

Berlin hat ein sehr umfassendes Angebot an kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten, doch auch Liebhaber schöner Natur können in der deutschen Hauptstadt auf ihre Kosten kommen. Hierbei beweist der Britzer Garten mal wieder, dass nicht nur wilde Natur ansehnlich sein kann. Im Jahr 1985 wurde der Britzer Garten für die Bundesgartenschau angelegt. Er wurde aufwendig bepflanzt, Bauwerke wurden restauriert, Spielplätze und Wasserstellen angelegt. Das gesamte Areal erstreckt sich über eine Fläche von 90 Hektar und bietet somit viel Platz zum Wandern und Entspannen.

Im Zentrum des Gartens befindet sich ein sehr großer See, der mit zahlreichen natürlichen Schönheiten ausgestattet ist. Besucher können saubere Strände, Buchten, Röhricht und Brücken erleben. Obwohl das Gesamtbild nicht allein entstand und auch nicht ohne viel Arbeit bestehen bleiben würde, bietet der Britzer Garten die vermutlich beste Möglichkeit Berlins, um Natur hautnah zu erleben. Dank des Personals bleibt das Areal frei von Müll und Unreinheiten. Weiterhin ist der Zutritt für Hunde verboten, wodurch die Sauberkeit und Ordnung bewahrt wird.

Brunnen im Britzer Garten Berlin
Brunnen im Britzer Garten Berlin
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Uta von Löhmann

Das umfassende Angebot, die aufwendige Gestaltung sowie die ständige Instand- und Sauberhaltung haben dafür gesorgt, dass die Einrichtung im Jahr 2002 zu einem der zehn ansehnlichsten Gärten Deutschlands gewählt wurde. Um das wässrige Zentrum wurden die Themengärten angelegt. In diesen werden Wippen, Trampoline, Schaukeln und andere Spielgeräte geboten. Diese machen den Britzer Garten zu einem perfekten Ausflugsziel für Familien und Jugendgruppen. Im Sommer gibt es außerdem ein Kindertheater, das ebenfalls zur Beschäftigung von Kindern beiträgt.

Aber auch für Erwachsende bietet der Britzer Garten einige interessante Veranstaltungen, wie das große Klassikkonzert. Wer sich außerdem einen Überblick über die große Gartenanlage verschaffen möchte, kann die Museumsbahn nutzen, die quer durch das Areal fährt. Darüber hinaus eignet sich der Britzer Garten auch für Touristen mit einem kleinen Budget. Für lediglich zwei Euro können Erwachsende den Park betreten und der ermäßigte Preis beläuft sich sogar auf nur einen Euro.

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Berliner Gruselkabinett

Der Reiz, den die Angst mit sich bringt, ist besonders bei den jüngeren Personen beliebt. Lange bevor es Horrorfilme gab, wurden gruselige Geschichten von Geistern und Gespenstern erzählt die Angst verbreiteten und gleichzeitig für einen gewissen Spannungskitzel sorgen. Dieser Reiz des Schaurigen wird auch in einem alten Bunker aus dem zweiten Weltkrieg genutzt. Der modrige Geruch des Gebäudes lädt zur Nachstellung solcher schaurigen Szenen ein und mit den richtigen Accessoires wird eine Atmosphäre erzeugt, in der es ungewiss scheint, ob nicht tatsächlich einige untote Gestalten durch das alte Gemäuer streifen.

Das Bunkergebäude besitzt drei Etagen, das Ober-, Erd- und Untergeschoss. Jedes dieser Stockwerke bietet andere Dekoration und Unterhaltung. In der oberen Etage erwartet den Besucher das Gruselkabinett mit speziellen Effekten, lebendigen Szenen und erschreckenden Gestalten. In einer friedhofähnlichen Szenerie begegnen dem Touristen erschreckende Figuren, von denen einige zum Personal gehören. Nichts ahnend erschrecken sie die Besucher und sorgen mit der düsteren Atmosphäre für einen schrecklich monströsen Spaß. Der miefige Duft des Bunkers sowie eingespielte, merkwürdige Geräusche lassen jedem Besucher die Nackenhaare zu Berge stehen.

Im Erdgeschoss wird dem Besucher der reale Horror gezeigt. Dieser Teil wird als medizinische Abteilung bezeichnet und präsentiert die schaurigen Operationsarten und medizinischen Probleme der Vergangenheit. So wird die mittelalterliche Beinamputation von einigen Wachsfiguren nachgestellt und mit der schaurig echten Wirkung sorgt es für Freude beim Besucher, das er von der modernen Medizin profitieren kann. Ebenso grausam erscheint die Lendenoperation, bei welcher man den Patienten an den Füßen aufhängte um ihn zu operieren.

Wem jedoch die fiktiven und realen Horrorbilder zu viel sind, der kann sich im Untergeschoss auch mit der wahren Geschichte des Bunkers auseinandersetzen. Dort werden dem Besucher zahlreiche historische Fundsachen aus dem Bauwerk sowie einige alte Bunkerbaupläne präsentiert. Die Kosten belaufen sich auf 8,50 Euro Normalpreis oder 6,50 Euro als ermäßigter Tarif. Diese Preisgestaltung erscheint zwar nicht besonders attraktiv, doch sie gehört dennoch zu den günstigeren in den Berliner Touristengebieten.

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Brandenburger Tor

Nur wenige Sehenswürdigkeiten Berlins können auf eine so lange Geschichte zurückblicken, wie das Brandenburger Tor. Sie erstreckt sich über 200 Jahre in denen dem Bauwerk sehr übel mitgespielt wurde. In der Zeit, als Deutschland noch in Ost und West geteilt war, stand das Brandenburger Tor als Symbol für diesen Umstand. Heutzutage ist es ein Symbol für die Wiedervereinigung und gilt als eines der berühmtesten Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt.

Brandenburger Tor in Berlin
Brandenburger Tor Berlin
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Dennis Tafel

Brandenburger Tor in Berlin

Das glamouröse Tor entstand in den Jahren 1788 bis 1791 und wurde von Carl Gotthard Langhans entworfen. Dieser orientierte sich stark an der Athener Akropolis, die ein ähnliches Tor besaß. Angeordnet wurde der Bau von König Friedrich Wilhelm II. Dieser wünschte sich einen würdigen Abschluss für die Prachtstraße Unter den Linden. Er sollte architektonisch ansprechend und besonders dekorativ sein. Die Entwürfe von Langhans erfüllten die Bedingungen, weshalb der Bau begonnen wurde. Gefertigt wurde es aus Sandstein und entspricht dem Baustil des deutschen Klassizismus. Er gilt bundesweit als eines der schönsten erhaltenen Werke dieser Epoche.

Die Quadriga, die auf dem Brandenburger Tor thront, wurde von Johann Gottfried Schadow entworfen und im Jahr 1793 auf der Mitte platziert. Diese hat inzwischen eine ebenfalls sehr abenteuerliche Geschichte hinter sich und wurde seit dem Bau insgesamt drei Mal heruntergenommen. Zuerst nachdem Preußen den Krieg verlor und Napoleon 1806 in Berlin einmarschierte. Dieser verschleppte die Quadriga nach Paris wo er sie als ansehnliche Trophäe ausstellte. Als die Allianz nach acht Jahren siegte, holte sie die Skulptur zurück und stellte sie auf ihren Ursprungsort zurück.

Während des zweiten Weltkrieges nahm die Quadriga so stark Schaden, dass sie durch eine Kopie ersetzt werden musste. Nach der Wende nahm sie erneut Schaden und auch das eigentliche Tor war inzwischen stark verwittert. Deshalb wurde die gesamte Konstruktion restauriert und ist seit 2002 wieder ein Touristenmagnet. Vor dem monumentalen Bauwerk tummeln sich täglich zahlreiche Schaulustige sowie Künstler, die ihre Werke anpreisen.

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Gärten der Welt im Erholungspark Marzahn

Gärten der Welt im Erholungspark Marzahn
Gärten der Welt im Erholungspark Marzahn
Quelle: pixelio.de        Fotograf: gnubier



Die Gärten der Welt sind ein weiterer Beweis für die Bemühungen Berlins, trotz ihres Daseins als Großstadt möglichst viel Natur zu präsentieren. Ihren Ursprung hat diese Sehenswürdigkeit in der Berliner Gartenschau 1987. Das genutzte Gelände wurde nach der Wiedervereinigung zum Erholungspark Marzahn umgerüstet und ist ein beliebter Ort für Spaziergänger. Nachdem im Jahr 2000 der größte Chinesische Garten Europas – der "Garten des wiedergewonnenen Mondes" – eröffnet wurde, erstrahlte der Erholungspark Marzahn im neuen Glanz. Nachdem dann auch weitere Gartenanlagen nach dem Stil verschiedener Kulturen errichtet wurden, verbreitete sich der Name "Gärten der Welt".


Gärten der Welt im Erholungspark Marzahn
Gärten der Welt im Erholungspark Marzahn
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Elke Sawistowski



Bisher umfasst die Anlage sechs große Gartenanlagen aus verschiedenen Regionen der Welt. Neben dem beeindruckenden chinesischen Garten, gibt es welche aus Japan, Korea, Bali, Europa sowie dem Orient. Am 31. Mai 2008 wurde der bisher letzte eröffnet – der italienische Renaissancegarten "Giardino della Bobolina". Er bietet nicht direkt einen Einblick in eine fremde Kultur, sondern präsentiert vielmehr einen Blick in die Vergangenheit. Mit vielen Skulpturen, Blumenbeeten und einer Loggia zeigt er wie die frühe europäische Gartenkunst aussah. Nach den Voraussetzungen eines perfekten Renaissancegartens wird hier die Atmosphäre der berühmten Villengärten Italiens vermittelt.

Das Bild der fernostasiatischen Kulturen ist bei den meisten Menschen durch Filme verfälscht worden. Doch der chinesische Garten, der noch immer als berühmteste Anlage des Komplexes gilt, bietet einen Einblick in die echte Kultur und Bauweise dieses großen Volks. Nachdem Berlin und Peking im Jahr 1994 den Vertrag einer Städtepartnerschaft unterzeichneten, begannen die Vorbereitungen, um den Garten zu bauen. Die Pläne kamen vom Pekinger Institut für klassische Gartenarchitektur. Auch alle Bestandteile des Gartens wurden aus Peking nach Berlin verschifft. Ausgestattet mit einer angenehm schlichten Gestaltung vermittelt die Anlage den Eindruck eines wahren fernöstlichen Gelehrtengartens, der eine angenehme Ruhe ausstrahlt.

Die große Gartenanlage befindet sich am Blumberger Damm und kann gegen ein sehr kleines Entgelt besichtigt werden. Der normale Preis beläuft sich auf drei Euro und der ermäßigte auf lediglich 1,50 €. Täglich ab neun Uhr geöffnet kann der Garten zu jeder Zeit besichtigt und genossen werden. Erst wenn die Nacht anbricht, werden die Tore bis zum nächsten Tag verschlossen.

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Jagdschloss Grunewald

Das Jagdschloss Grunewald hat seinen Ursprung im 16. Jahrhundert und ist das älteste erhaltene Schlossbauten Berlins. Weiterhin ist es eines der 32 historischen Paläste Berlin und Brandenburgs die in dem Besitz des Fürstengeschlechts der Hohenzollern waren. Diese nutzten das Schloss bis zum Jahr 1926, als es in den Besitz des Staates überging. Im Jahr 1932 entschied man sich dazu, die prunkvollen Säle und Räume als Museum zu nutzen und stellte mehr als 150 Gemälde in dem historischen Gemäuer aus.

Errichtet wurde das Schloss im Jahr 1542 von Kurfürst Joachim II. In der ursprünglichen Bauweise besaß das Bauwerk einen sehr wehrhaften Charakter und war keineswegs als Jagdschloss gedacht gewesen. Friedrich I. der bekanntermaßen eine Vorliebe für die Jagd hatte, ließ das Schloss umrüsten. Es erhielt eine ansehnliche, elegante weiße Fassade sowie ein Mansarddach. Im Rahmen der Umbau- und Sanierungsarbeiten im Jahr 1973 wurde der ursprüngliche Renaissancesaal wiederhergestellt.

Ab dem Jahr 2007 wurde das Schloss für die Öffentlichkeit unzugänglich und weitere Restaurierungsarbeiten angeordnet, die den Bestand des historischen Bauwerks sichern sollen. Nach dem dreijährigen Prozedere ist das Schloss seit 2010 wieder geöffnet. Im Erdgeschoss können Besucher etwas über die Geschichte der Einrichtung erfahren. Das Obergeschoss thematisiert die bedeutenden Persönlichkeiten der preußischen Geschichte. Im Rahmen einer entsprechenden Ausstellung ist es möglich, alles über die entsprechenden Personen zu erfahren und sich anschaulich historisch fortzubilden. Das anliegende Jagdmagazin bietet außerdem eine umfangreiche Ausstellung zu den Themen Jagd-, Ausgrabungs-, und Baugeschichte des Schlosses. Hierbei wird unter anderem das Vorgehen bei der Jagd erklärt.

Das Jagdschloss kann für fünf Euro Normalpreis und vier Euro ermäßigter inklusive einer Führung besucht werden. Wer auf Führungspersonal verzichten kann, zahlt normal vier Euro und ermäßigt nur drei. Das Jagdmagazin kostet zwei beziehungsweise 1,50 Euro. Eine fast tägliche Besichtigung kann jedoch nur von April bis Oktober durchgeführt werden. In dieser Zeit ist die Einrichtung nur montags geschlossen. Von November bis März sind nur Besichtigungen am Wochenende und mit Führung möglich.

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Kurfürstendamm

Kurfürstendamm
Kurfürstendamm
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Siegfried Baier

Der Kurfürstendamm im Westen der deutschen Hauptstadt ist inzwischen weltberühmt und wächst ständig. Im Rahmen der großen Bauexplosion Berlins wurde auch der "Kudamm" mit neuen Werken bestückt. Diese großen Projekte lassen den Boulevard in einem neuen Licht erstrahlen und können an der belebtesten Kreuzung bestaunt werden. Hinter dem bekannten Café Kranzler, welches sich in einem Flachbau der 50er-Jahre befindet, wurde vom Deutschamerikaner Helmut Jahn ein beeindruckendes Bauwerk errichtet. Dort erstrahlt eine gläserne Hochhausscheibe, das als "Kranzler-Eck" bekannt ist. Nahezu komplett aus Stahl und Glas erbaut, bietet das Bauwerk einen atemberaubenden Anblick.

Der Kurfürstendamm wird über eine Ladenpassage mit der Kantstraße verbunden. An der Ecke Joachimstaler Straße entstand gegenüber dem protzigen Bürokomplex ein Hotel mit zehn Etagen. Das "Kudamm-Eck" bietet eine erstaunliche Architektur, die sich durch das halbrunde Äußere bemerkbar macht. In ihm befinden sich das Büro von Gerkan, Marg & Partner sowie die Hauptfiliale von C&A. Das anliegende Kaufhaus Wertheim erhielt ebenfalls im Rahmen des Baubooms einen neuen Anstrich. Nun sieht das Gebäude zeitgemäßer und ansehnlicher aus.

Glasfenster in der Gedächniskirche
In der Gedächniskirche

Die Geschichte des Boulevards reicht sehr weit zurück, bis in die Zeit des Königreich Preußens. Der Kurfürstendamm, der sich über eine Strecke von drei Kilometer erstreckt, war im 16. Jahrhundert lediglich eine Reitverbindung zum Grunewald, wo sich auch das Grunewalder Schloss befand. Erst im Jahr 1889 wurde die Straße auf Anregung des damaligen Reichskanzlers Otto von Bismarck zum Boulevard ausgebaut. Dieser besitzt eine erstaunliche Breite von 53 Meter und bot somit viel Platz für Pferde, Kutschen und Fußgänger. Zwischen Halensee und dem Breitscheidplatz wurden 1889 einige vornehme Wohnungen, edle Geschäfte, Theater, Cafés und Kinos eingerichtet.

Der Kurfürstendamm bietet viele erstaunliche architektonische Meisterwerke sowie einige öffentliche Kunstwerke. Touristen können sich außerdem an den zahlreichen Geschäften erfreuen, die unter anderem Souvenirs und Andenken anbieten. Allerdings sind die Preise sehr moderat und nichts für den kleinen Geldbeutel. Doch durch den Damm kann man auch einfach in Ruhe schlendern und die Berliner Atmosphäre genießen. Dank der guten Verkehrsanbindung ist der Boulevard auch sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

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Kronprinzenpalais

Das Kronprinzenpalais befindet sich an der Prachtstraße "Unter den Linden". Es liegt direkt gegenüber der Neuen Wache und dem Deutschen Historischen Museum. Erbaut wurde das ansehnliche Gebäude im Jahr 1663. Damals war es als Privathaus eines Kabinettsekretärs gedacht gewesen. Erst sehr viel später diente es bis 1918 als Residenz der Kronprinzen. Von diesem Nutzen hat die Einrichtung auch ihren Namen. 1919 ging das Palais in den Besitz der Berliner Nationalgalerie über und wurde für die "Moderne Abteilung" genutzt. Diese genießt weltweite Bekanntheit, seitdem sie im Jahr 1936 im Mittelpunkt der Öffentlichkeit stand.

Grund für diese plötzliche Aufmerksamkeit lieferte die Gestapo. Diese konfiszierte die meisten Werke aus dieser Sammlung und verbrannte sie später. Anlass für dieses Handeln war der Wiederspruch zum Kunstverständnis und Schönheitsideal des Regimes. Viele der konfiszierten Kunstwerke waren auch in der Wanderausstellung "Entartete Kunst" zu sehen. Sie dienten als Schreckbeispiel für miserable Kunst. Weiterhin war die Ausstellung ein Teil der nationalsozialistischen Manipulation, durch welche dem Volk eingeredet wurde, was richtig und falsch wäre.

In den letzten Monaten des Krieges, als die Hauptstadt unter zahlreichen Bombenangriffen erbebte, wurde auch das Palais nahezu komplett zerstört. Dadurch wurde es notwendig, den verbleibenden Schutt vollständig abzutragen. Im Jahr 1969 wurde das Gebäude nach seinem alten Vorbild wieder aufgebaut. Seitdem wurde es für Staatsgäste der DDR genutzt. Später wurde auch der Einigungsvertrag zwischen BRD und DDR in diesem Gebäude unterzeichnet. Inzwischen wird das Kronprinzenpalais für diverse Ausstellungen und Theateraufführungen genutzt.

Besucher der Hauptstadt können das Palais auf verschiedene Art genießen. Entweder sie besuchen eine der zahlreichen Veranstaltungen im Innenraum oder sie genießen den Anblick und die beeindruckende Bauweise. Der Baustil setzt sich aus Elementen des deutschen Barock und Klassizismus zusammen. Dadurch bietet das Palais einen Einblick in historische Baukunst und zeigt das architektonische Geschick der Vergangenheit. Am Entwurf und dem Bau waren zahlreiche verschiedene Architekten beteiligt. Das Gebäude kann dank der guten Verkehrsanbindung leicht über die U-Bahn erreicht werden.

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Lustgarten

Lustgarten-Berlin, Löwenkämpfer (A.Wolff)
Lustgarten-Berlin, Löwenkämpfer (A.Wolff)
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Rolf Handke

Ursprünglich gehörte der Lustgarten zum Stadtschloss. Heinz Knobloch verlieh dem Garten mit seinem Buch "Berlins alte Mitte" einen ruhmreichen Status, sodass er recht schnell als Denkmal betrachtet wurde. Die Anlage befindet sich zwischen der Karl-Liebknecht-Straße, dem Kupfergraben, Berliner Dom und Altem Museum. Noch immer wird der Platz gern besucht und ist bei vielen Menschen mit angenehmen Erinnerungen verknüpft. Inzwischen wird der Lustgarten von zwei Doppelreihen mit Linden sowie einer riesigen, roten Granitschale geschmückt.

Wie viele Plätze Berlins reicht auch die Geschichte des Lustgartens weit in die Vergangenheit zurück. Er wurde im Jahr 1646 von dem Gartenmeister Johann Sigismund Elßholtz und dem Hofgärtner Michael Hanf nach dem Vorbild der großen holländischen Gärten angelegt. Der ehemalige Küchengarten ist im Laufe des Dreißigjährigen Krieges stark verwildert, weshalb die beiden Gartenexperten den Auftrag erhielten, ihn wieder zu neuem Glanz zu verhelfen. Sie statteten ihn mit einem Blumengarten, Gewürzgarten und einer Orangerie aus. Darüber hinaus war es der erste Platz in Berlin, auf dem auch Kartoffeln angebaut wurden.

Neben diesen natürlichen Accessoires wurden auch viele Grotten, Statuen, Volieren, Lusthäuser und Fontänen errichtet. Diese sorgten dafür, dass der Garten – als er der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde – sich schnell zu einem beliebten Treffpunkt für die Städter entwickelte. Unter der Herrschaft des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. verfiel der Lustgarten, da er kein Interesse an diesem Platz hatte. Später wurde er dann von ihm zum Paradeplatz umfunktioniert, wo er seine Soldaten aufmarschieren ließ. Erst ab 1790 erhielt der Lustgarten wieder einen natürlichen Einfluss und wurde mit Rasen und Bäumen besät.

Lustgarten Volksfest
Lustgarten Volksfest
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Marco



Im Jahr 1831 wurde die große Granitschale platziert und während der Weimarer Republik diente der Lustgarten dazu, politische Entscheidungen kundzugeben. Während der Zeit des NS-Regimes wurde der Platz erneut zugepflastert und wurde als Aufmarschforum genutzt. Nach dem Ende des Krieges wurde der Garten weitestgehend wieder umgerüstet und war Teil des Marx-Engels-Platzes, der heute als Schlossplatz bekannt ist.

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Olympiastadion

Olympiastadion
Olympiastadion
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Simon W?llhorst

Nur wenige Stadien können eine solch starke Verknüpfung von Kultur, Geschichte und Sport, wie das Olympiastadion in Berlin bieten. Die Grundlage dieses Komplexes liegt im Jahr 1909, wo Otto March im nördlichsten Teil des Grunewalds eine Pferderennbahn baute, die sich über eine Strecke von 2.400 Meter erstreckt. Als im Jahr 1916 die Olympischen Spiele in Berlin ausgetragen werden sollten, wurde die Pferderennbahn in den Jahren 1912 bis 1913 zum Deutschen Stadion umgebaut. Im Jahr 1931 bahnten sich dann die nächsten Olympischen Spiele in Berlin an, die 1936 ausgetragen werden sollten.

Daher wurde Werner March damit beauftragt, dem Deutschen Stadion ein neues Aussehen zu verleihen. Die Nationalsozialisten erkannten rasch den sehr hohen Prestigewert, der mit den Olympischen Spielen einhergeht und ordneten die komplette Neuplanung an, aus der ein "Reichssportfeld" hervorgehen sollte. Hierfür griff Werner March auf die ursprünglichen Pläne zurück und konnte dadurch ein eindrucksvolles Stadion kreieren. Die Anlage wurde 1936 fertiggestellt. Sie war vollkommen symmetrisch und wurde außerdem um den Olympischen Platz ergänzt. Das Stadion bot Platz für 110.000 Zuschauer. Weiterhin wurde das Maifeld und ein Aufmarschgelände ergänzt. Letzteres wurde vom Olympischen Turm überragt, der eine Höhe von 75 Metern besaß.

Die damalige Anlage wurde außerdem um viele spezialisierte Stadien ergänzt. Der gesamte olympische Gesamtkomplex bot einen monumentalen Anblick und zeigte die einzigartige deutsche Architektur in ihrer vollen Pracht. Nach dem Kriegsende wurde das Areal auf unterschiedliche Art genutzt. Teilweise war es für öffentliche Veranstaltungen gedacht. Andere Abteilungen waren ausschließlich den britischen Besatzungstruppen vorenthalten. Der Glockenturm der während der Angriffe Schaden nahm, wurde in den Jahren 1960-62 wieder aufgebaut. Erneut wurde Werner March mit der Leitung beauftragt.

Als Berlin sich für die Olympischen Spiele des Jahres 2000 bewarb, wurden auch Überlegungen bezüglich des Stadions getroffen. Da sich die Anlage inzwischen in einem baufälligen Zustand befand und die Technik bereits veraltet war entschied man sich für eine Komplettsanierung. Im Jahr 2004 wurde das Stadion mit neuem Dach eröffnet. Angelehnt an das ursprüngliche Erscheinungsbild bietet die Arena Platz für 75.000 Zuschauer sowie zahlreiche technische Neuerungen. Darunter neue Beleuchtungsvorrichtungen sowie zwei Großbild-Displays. Weiterhin existiert nun ein eigenes Stadionmuseum, in dem über die Geschichte der Einrichtung aufgeklärt wird.

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Sophienkirche

Die Sophienkirche entstand im 18. Jahrhunderts als Pfarrkirche der Spandauer Vorstadt. Ihre Bewohner richteten sich 1711 an ihre Königin Sophie Luise und baten um finanzielle Unterstützung. Als dritte Frau Friedrichs I. hatte sie entsprechend viel Einfluss und stiftete ein Jahr nach der Bitte eine enorme Summe, um ein Gotteshaus zu bauen. Diese Stiftung konnte jedoch nur mit dem Willen des Königs durchgeführt werden. Friedrich I. ordnete an, dass die Kirche nur gebaut werden darf, wenn die Vorstadt den Namen "Sophienstadt" erhält. Nach entsprechender Zustimmung beider Parteien begann der Bau des Gotteshauses, doch die neue Namensgebung blieb aus.

Noch 1712 verfiel Königin Sophie Luise in starke Depressionen. Nachdem ihr Stiefsohn Friedrich Wilhelm die Regierung übernahm, schob dieser seine ungeliebte Stiefmutter 1713 in ihre Heimat, Mecklenburg ab. Der neue König verbot die Namensgebung der Stadt und wünschte keinerlei Ehrungen seiner Stiefmutter. Die Bewohner der Vorstadt setzten sich jedoch über diesen Willen hinweg und nannten die Kirche im Volksmund Sophienkirche. Seit ihrer ursprünglichen Errichtung im frühen 18. Jahrhundert wurden einige Änderungen an dem Bauwerk durchgeführt. Eine davon bereits im Jahr 1732, als König Friedrich Wilhelm den Bau des gegliederten, ansehnlichen Turmes anordnete und finanzierte.

Im Jahr 1833 entschied man sich für eine minimale Umrüstung des Innenraums und verlegte den Altar vor die Ostwand. In den Jahren 1891/92 wurde grundlegende Umbauarbeit angeordnet. Es wurde eine Apsis angefügt, die Decke erhöht und der gesamte Innenraum wurde mit zahlreichen neobarocken Zierformen versehen. Der äußere Anblick der Kirche wurde mit einem neuen Schweifgiebel an der Ostseite verändert.

Seit 1903 bis 1905 ist die Sophienkirche von Westen zugänglich. Der Zugang wird durch ein ansehnliches, repräsentatives Ensemble an neobarocken Gebäuden dekoriert. Viele der Häuser stammen noch aus dem 18. und 19. Jahrhundert und wurden aufwendig restauriert um für einen attraktiven Anblick zu sorgen. Die Kirche kann kostenlos besichtigt werden, ist jedoch nicht täglich geöffnet.

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Teufelsberg

Teufelsberg Horchposten
Teufelsberg Horchposten
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Karl-Heinz-Liebisch

Der Teufelsberg befindet sich am nördlichen Rand des Grunewalds und bietet viele Möglichkeiten um seine Freizeit attraktiv zu gestalten. Er gehört zu den höchsten Erhebungen in Berlin und besitzt eine Höhe von 114,7 m über NN. Seinen Namen erhielt der Berg keineswegs von zwielichtigen Kulten oder anderen absonderlichen Erscheinungen. Stattdessen wurde er nach dem nahegelegenen Teufelssee benannt.

Eigentlich besteht diese Erhebung aus zwei Bergen und ist künstlichen Ursprungs. Zur Zeit des Nationalsozialismus befand sich dort wo heute der Teufelsberg steht ein Rohbau der Wehrtechnischen Fakultät. Dieser sollte im Rahmen des Projekts der Welthauptstadt Germania fertiggestellt werden. Nachdem der Zweite Weltkrieg zu Ende war, wurde der Rohbau gesprengt. An seiner Stelle entstand dann eine Schutt-Deponie. Auf ihr sammelten sich insgesamt 25 Millionen m³ Trümmerschutt. Irgendwann begannen Planungen um das Gelände für Freizeitvorhaben zu nutzen. Mit eingeplant waren ein Skihang und eine Rodelbahn.

Die Amerikaner sorgten jedoch dafür, dass die Pläne verworfen wurden. Sie nutzten den Berg als Abhörstation. Diese war ursprünglich mobil, wurde jedoch rasch durch eine stationäre Station ersetzt. Durch diese erhielt der Teufelsberg auch sein Erkennungsmerkmal, das bis heute existiert – die fünf Radarkuppeln. Als der Kalte Krieg endete und die Berliner Mauer fiel, gaben die Amerikaner die Station auf und bauten die elektronischen Vorrichtungen ab. Die Radaranlage jedoch blieb bestehen und wurde genutzt, um den zivilen Flugverkehr zu überwachen. Irgendwann erwarb ein privater Investor das Areal und plante den Bau einer exklusiven Wohnanlage, mit Museum, Hotel und einem Tagungszentrum.

Die Investoren besitzen zwar noch immer das Areal, sind inzwischen jedoch insolvent und mussten ihre Planung verwerfen. Heutzutage ist der Teufelsberg bei allem Naturliebhabern begehrt. In den warmen Jahreszeiten tummeln sich zahlreiche Wanderer, Mountainbiker, Gleitschirmflieger und Sonnenanbeter auf dem Berg. Im Winter wird das Gebilde von Skiläufern dominiert, die entweder den kleinen Skihang oder die Langlauf-Loipe nutzen. Auch Touristen, die den Grunewald begutachten wollen, sind häufig auf dem Berg anzutreffen.

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Sony-Center

Sony Center Berlin
Sony Center Berlin
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Peter Kirchhoff

Helmut Jahn gehört zu den bekanntesten Ingenieuren der Moderne. Seine Auffassung steht in direktem Kontrast zu der von Frank O. Gehry. Helmut Jahn stammt ursprünglich aus Nürnberg, lebt jedoch seit den sechziger Jahren in Chicago. Während er die kommerzielle Architektur befürwortet und sie mit meisterhaften Werken vertritt, steht Frank Gehry gegen diese. Dieser wirbt mit seinem Dekonstruktivismus. Jahns Werke zeichnen sich durch beeindruckende Glas-Konstruktionen aus, die fast komplett aus dem erhitzten Sand bestehen. In der Regel werden die Gebäude als Bürokomplexe oder riesige Einkaufszentren genutzt und bestätigen dadurch die kommerzielle Ausrichtung. Darüber hinaus können sich Jahns Bauwerke stark von der gewöhnlichen Gebrauchsarchitektur abheben.

Eines der wichtigsten und größten Projekte des gebürtigen Nürnbergers, ist das Berliner Sony-Center. Es befindet sich am Potsdamer Platz und kann mit einer phänomenalen Glas- und Stahl-Konstruktion aufwarten. Das Ensemble besteht aus sieben Einzelbauten, die für unterschiedliche Zwecke genutzt werden. Einige von ihnen besitzen einen öffentlichen Nutzen und beherbergen Einkaufszentren, Kinos sowie gastronomische Einrichtungen. Der Mittelpunkt des Komplexes wird durch das ovale Forum gebildet. Dieses gilt als Teil des öffentlichen Stadtraums und ist somit nicht von den anderen Straßen getrennt.

Doch neben den vielseitigen Einrichtungen die sich in dem Ensemble befinden, beeindruckt vor allem das Bauwerk an sich. Als besonders spektakulär gilt die Dachkonstruktion. Das Zeltdach besteht aus Stoffbahnen, die mit Zug-Ankern am Stahlring befestigt sind. Dieser liegt auf den anderen Gebäuden auf und verbindet diese miteinander. Weiterhin sticht das gläserne Hochhaus hervor. Mit 103 Metern ist es das höchste Gebäude des Ensembles.

Durch das hohe Gebäude wird das gesamte Center zum Potsdamer Platz hin abgerundet. Dieser Effekt wird durch die halbkreisförmige Südfassade erzielt, die sich nach oben hin vor die schmale, östliche Seite schiebt. In Kombination mit der Debis-Stadt bietet das gläserne Sony-Center einen phänomenalen kontrastreichen Anblick und hat schon vielen Besuchern der Hauptstadt ein erstauntes Aufatmen entlockt.

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Nachtleben, Szenetreffs in Berlin

Berlin besitzt ein unglaubliches Nachtleben, mit welchem nur wenige Städte Europas gleichziehen können. In der gesamten Hauptstadt sind Bars und Klubs vorzufinden die sich partiell auch an bestimmte Szene-Gruppierungen richten. Wer richtig feiern möchte, muss sich auch nicht mit nur einer Einrichtung zufriedengeben. Da die meisten Klubs die ganze Nacht aufhaben, kann gemütlich von einem zum anderen geschlendert werden. Selbiges gilt für die Bars die jedem offenstehen der einen anstrengenden Tag ausklingen lassen möchte oder die Nacht ruhig beginnen möchte. Die schönsten und auch besten Bars sind in den Berliner Ortsteilen Mitte, Friedrichshain und Prenzlauer Berg zu finden.

Am Potsdamer Platz lockt die Maxx Bar mit leckeren Cocktails und einer eigenen Filmlounge. Das Personal ist geübt und kann sowohl die klassischen Abend-Getränke als auch prämierte Cocktails zubereiten. Die Besucher werden mit einem großen Musikangebot verwöhnt, das sich aus rund 1.000 Film-Soundtrack-Titeln zusammensetzt. Doch die orientalischen Bräuche erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit und werden ebenfalls in zahlreichen Einrichtungen angeboten. In den sogenannten Shisha-Bars in Berlin können leckere Getränke im Zusammenspiel mit feinem Fruchttabak genossen werden. Auch diese gibt es bereits überall in Berlin und Anhänger dieses Trends können sich beispielsweise im "Babel", in Friedrichshain, erfreuen.

Nachtleben, Szenetreffs in Berlin
Nachtleben, Szenetreffs in Berlin - Berlin bei Nacht
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Claudia Hautumm

Wer zusammen mit Freunden einen lustigen Abend verbringen möchte, verlässt sich noch immer auf die Karaoke, die bereits seit den 90er-Jahren in Europa eine enorme Beliebtheit genoss. Überall in Berlin gibt es interessante Karaoke-Bars, die ein umfassendes Liederangebot im Sortiment haben. Dazu zählt auch "Kims Karaoke Bar" in Kreuzberg, bei der jeder Besuch sehr lustig endet.

Wer tanzen und dennoch gute Drinks genießen möchte, der entscheidet sich für eine der vielen Diskotheken Berlins. Ob das "Q-Dorf", "Lavie" oder die Diskothek "Sound", in Charlottenburg – Wilmersdorf sind zahlreiche solcher Einrichtungen zu finden. Aber auch in Kreuzberg finden sich einige gute Diskotheken, wie das "Jeton" oder der "Speicher". Ebenfalls verlockend sind entsprechende Einrichtungen in Lichtenberg, wo unter anderem das "Tollhaus" ansprechende Tanzmusik auflegt und mit ihr die nachtlebigen Bewohner und Besucher Berlins einlädt.

Wenn man sich jedoch nicht in einen bunten Haufen von fremden Personen begeben möchte die alle unterschiedliche Geschmäcker haben, sollte man einen der zahlreichen Szene-Klubs besuchen. Für jeden Musikgeschmack wird hier das richtige geboten. Wer ein Fan der in Berlin weitverbreiteten Techno-Musik ist, der besucht den "Metronom Klub", wo geübte DJs ihre Werke vorzeigen. Für etwas sanftere Musik empfiehlt sich das "Oxymoron", das vorrangig Jazz und Soul auflegt, doch auch flippige R'n'B- und Funk-Musik bekommen die Besucher hier zu hören. Für Rock- und Funk-Liebhaber empfiehlt sich der "Sage Klub", der mit einer angenehmen Mischung beider Genres viele Geschmäcker befriedigen kann.

Egal, wie man die Nacht verbringen möchte, Berlin macht es möglich. Die umfassende Anzahl an verschiedenen Diskotheken, Bars und Klubs dürfte jedem Besucher etwas zu bieten haben. Wenn man nach einem anstrengenden Sightseeing-Tag tanzen oder in Ruhe etwas trinken möchte, der kann problemlos im Nachtleben von Berlin untertauchen, ohne aufzufallen. Schon immer war die Hauptstadt ein Treffpunkt für verschiedene Charaktere die sich nach dem eigenen Geschmack entfalten wollen aber dennoch von anderen toleriert werden. Ebenso werden Besucher akzeptiert und freudig in die eigenen Reihen aufgenommen.

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Shopping in Berlin

exklusive Einkaufsviertel
exklusive Einkaufsviertel in Berlin
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Biggi

Wenn Berlin besucht wird, dann sollte von Anfang an geplant werden auch Geld auszugeben. Die deutsche Hauptstadt bietet zahlreiche Einkaufsmeilen, deren Geschäfte allerlei Produkte anbieten. Neben zahlreichen Souvenirläden und großen Einkaufszentren gibt es auch kleine Edelgeschäfte, die Produkte von besonderer Qualität im Angebot haben. Die größten und besten Einkaufsmeilen sind die Friedrichstraße, der Kurfürstendamm mit der Tauentzienstraße, der Hackesche Markt in Berlin-Mitte, die Schönhauser Allee und die Schlossstraße. Darüber hinaus darf selbstverständlich der Alexanderplatz nicht vergessen werden, wo sich Souvenir-Läden und Kaufhäuser in großer Zahl befinden.

Souvenirs gibt es in Berlin in großer Zahl, vor allem auf dem Alexanderplatz, der weltweit als Touristenmagnet bekannt ist, gibt es Geschäfte die typische Berliner Andenken feilbieten. Neben klassischen Souvenirs wie Magneten und Schlüsselanhänger mit Berlin-Verzierung gibt es auch städtetypische Andenken, wie kleine Modelle des Brandenburger Tors oder der Siegessäule. Ebenfalls nicht zu vergessen sind die kleinen Brocken der Berliner Mauer, die noch immer überall angeboten werden und als einmaliges Andenken an die deutsche Hauptstadt und ihre Geschichte dienen. Für Klamotten-Liebhaber gibt es auch attraktive T-Shirts oder Pullover mit einem schicken berlin-Schriftzug.

Doch die Einkaufsmeilen der Bundeshauptstadt haben noch sehr viel mehr zu bieten. In der Friedrichsstraße können beispielsweise exklusive Produkte von namhaften Designern und Herstellern erworben werden. Die Edel-Geschäfte bieten sie nur in beschränkter Stückzahl an und selbstverständlich nur zu horrenden Preisen. Der Hackescher Markt hingegen kann mit einem umfassenden Angebot der kleinen aber dennoch feinen Geschäfte aufwarten. Hier werden sehr ausgefallene Schuhe und Mode-Artikel angeboten die ihren Preis wahrlich wert sind.

Die Schlossstraße gilt auch heute noch als sehr beliebte Einkaufsstraße und zählt zu den begehrtesten der Welt. Über eine Strecke von zwei Kilometern können hier kleine und große Geschäfte besucht und durchschlendert werden. Seit März 2006 steht hier außerdem das gigantische Einkaufscenter "Das Schloss". Mit einer Fläche von rund 36.000 m² befinden sich hier Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomie-Einrichtungen, die sich bei Besuchern einer enormen Beliebtheit erfreuen.

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Unterkünfte + Essen & Trinken & Restaurants + öffentl. Nahverkehr

Berlin erleben
Vor dem Reichstag

Berlin ist eine weltbekannte Stadt und wird von Touristen aus der ganzen Welt besucht. Unabhängig davon, ob diese sich die zahlreichen historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten ansehen oder einfach nur ein gutes, deutsches Bier genießen möchten, in jedem Fall brauchen die Besucher auch eine Unterkunft. Dies gilt selbstverständlich auch für Besucher aus anderen Regionen Deutschlands, die die Bundeshauptstadt mal real erleben möchten.

Unterkünfte kann Berlin in einer Anzahl bieten wie fast nichts anderes. Überall gibt es Ferienwohnungen oder Hotels in allen Preisklassen. Egal, ob man die Nähe zum Brandenburger Tor bevorzugt und in Berlin Mitte einzieht oder in der näheren Umgebung des Kurfürstendamms sein möchte, in jedem Bezirk gibt es entsprechende Unterkünfte. Die meisten Hotels haben drei Sterne und sind von angemessener Qualität. Wer jedoch den Luxus bevorzugt, kann auch in eines der fünf oder vier Sterne Hotels der Hauptstadt einziehen. Für den kleinen Geldbeutel hingegen gibt es kleine Herberge sowie Hotels mit einem Stern.

Sony Center in Berlin: hier gibt es alles
Sony Center in Berlin: hier gibt es alles
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Matthias Köhler

Auch wer in eine der günstigeren Unterkünfte einzieht, in denen er lediglich das Zimmer und ein Bett gestellt bekommt, muss in der Großstadt nicht verhungern. An jeder Ecke gibt es Cafés und Restaurants die Frühstück, Mittag- und Abendessen von hervorragender Qualität anbieten. Für den schnellen Hunger kann man entweder bei einem der zahlreichen Fast-Food-Geschäften Halt machen, die sich durch bekannte Namen wie "McDonalds", "Burger King" und "Kentucky Fried Chicken" auszeichnen. Ebenfalls möglich ist der Halt an einer der vielen Currywurst-Buden um die Berliner Spezialität zu genießen.

Natürlich kann mn sich die Beriner Currywurst auch direkt auf's Hotelzimmer oder in die Ferienwohung bringen lassen. Zum Essen bestellen bieten sich diverse Übersichten aller Online-Lieferservices von Berlin mit Bewertungen an. So bestellen Sie Ihr Essen ganz einfach und entspannt.

Wer Berlin das erste Mal besucht wird zunächst erschreckt sein von den großen Bus- und Bahnfahrplänen die zunächst vollgepackt und wirr aussehen. Doch nach einer gewissen Gewöhnungsphase können die Pläne gelesen werden und man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Berlin bietet ein solch komplexes Nahverkehrsnetz, dass man quasi von überall zu jedem anderen Ort in der Stadt fahren kann. Selbst wenn man sich verläuft, kann man einfach in eine der Bahnen steigen, um irgendwann an einer bekannten Station wieder auszusteigen. Ein so perfektes Bahnnetz wie in der Hauptstadt wird man nur an wenig anderen Orten finden.

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