Der Bayerische Wald
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Der Bayerische Wald

Bayrischer Wald: Blick vom Großen Falkenstein (1312m)
Quelle: Dirk Suhm / pixelio.de
Natur, Tradition, urtümliche Bräuche und heimatverbundene Menschen. Dies alles verbindet man mit dem Bayerischen Wald. Die mit rund 6.000 Quadratkilometern größte Waldlandschaft Mitteleuropas erstreckt sich von der Donau im Südwesten und der österreichischen Grenze im Süden bis zur tschechischen Grenze im Osten. Den größten Teil des Bayerischen Waldes nimmt der berühmte Nationalpark mit seiner reichen Fauna und Flora ein.
Besonders bekannt ist der Nationalpark für seine verschiedenen Auswilderungsprojekte. Wildkatze, Luchs oder Wolf sind nur einige Vertreter der Tierarten, die in Deutschland wieder heimisch werden sollen. Hier kann jeder, egal welchen Alters, seinen Traumurlaub erleben. Denn dem Gast wird im Bayerischen Wald einiges geboten. Ob Wellness-, Aktiv- oder Familienurlaub, für jeden Gast ist das Richtige dabei. Gelebtes Brauchtum, malerische Landschaften, interessante Museen, sportliche Herausforderungen, herzliche Gastlichkeit und leckere Schmankerln lassen das Herz eines jeden Feriengastes höher schlagen. Ob privat geführte Pensionen, in die Natur eingebettete Campingplätze, Wellnesshotels oder Urlaub auf dem Bauernhof, für jeden Geschmack findet sich die passende Unterkunft. Für den sportlichen Urlauber hält der Bayerische Wald das ganze Jahr über ein breitgefächertes Angebot bereit. Im Winter kommen Ski- und Langläufer auf zahlreichen Pisten und Loipen voll auf ihre Kosten.
Im Sommer laden Sommerrodelbahnen, Naturfreibäder, Erlebnis- und Lehrpfade zum Verweilen in der Natur ein. Romantische Wanderwege, der Ausblick vom 1435 m hohen großen Arber über die großartige Landschaft oder der Besuch des Bayerwaldzoos sorgen für unvergessliche Momente. Drachenfliegen, Wassersport, Reiten, Radfahren und Angeln, wer aktiv ist findet hier viele Möglichkeiten sich körperlich zu betätigen. Aber auch der Entspannung und Ruhe suchende Gast, wird im Bayerischen Wald nicht zu kurz kommen. Malerisch gelegene Seen und unberührte Landstriche sind die richtige Medizin für den gestressten Menschen. Hier kann man getrost die Seele baumeln lassen. Glashütten, Bergwerke, und Schnapsbrennereien, in denen der weit über die bayerischen Grenzen hinaus bekannte „Bärwurz“ hergestellt wird, laden zum Besuch ein.
Noch vor hundert Jahren war der Bayerische Wald ein vom harten Leben und Armut gezeichneter Landstrich. Land- und Waldwirtschaft, Glasbrennereien und Bergwerke waren die Haupteinnahmequellen der Bevölkerung. Das karge und entbehrungsreiche Leben prägte die Landschaft und die Menschen. Heute lebt die Region hauptsächlich vom Tourismus. Die bodenständigen Einheimischen sind bekannt für Ihre Gastfreundlichkeit und Weltoffenheit. Auch Tradition und Brauchtum werden im Bayerischen Wald groß geschrieben, was sich in den zahlreichen Festen und Veranstaltungen wie z.B. dem Further Drachenstich widerspiegelt. Die nahegelegenen Länder Tschechien und Österreich sind ebenfalls einen Kurzbesuch wert.
nach obenPassau
Im unteren Bayerischen Wald liegt die bekannte „Dreiflüssestadt“ Passau. Sie ist mit ca. 51.000 Einwohnern und einer Fläche von ca. 70 Quadratkilometern die zweitgrößte Stadt des Regierungsbezirks Niederbayern. Sie ist Bischofssitz und ostbayerischer Kulturmittelpunkt. Unzählige Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Epochen untermauern dies. Kelten und Römer waren maßgeblich an der Gründung und Entwicklung der Stadt beteiligt.
Das Römermuseum Kastell Boiotro zeugt noch heute vom Einfluss der Romanen auf das Stadtbild. Es befindet sich in einem umgebauten spätmittelalterlichen Haus im Passauer Stadtteil Innstadt. Es wurde auf den Fundamenten des spätrömischen Kastells Boiotro errichtet. Reste der Kastellmauer und der Wachtürme sind im Freigelände und im Museum zu besichtigen. Das Museum zeigt archäologische Funde aus dem ostbayerischen Raum von der Steinzeit über die Eisen und Bronzezeit, der Römischen Zeit, dem Mittelalter bis zur Neuzeit. Mittelalterliche Funde aus dem Stadtkern bezeugen die Passauer Siedlungsgeschichte.
Erwähnenswert ist auch das Diözesanmuseum in der neuen bischöflichen Residenz mit seinen reichen Kunstschätzen, wie Monstranzen, liturgischen Gewändern, gotischen Tafelbildern und anderen romanischen bis barocken Meisterwerken. Das 1985 von Neil Armstrong im Hotel Wilder Mann eröffnete Passauer Glasmuseum ist das weltweit größte Museum zur böhmischen Glaskunst. Der Besucher kann hier mehr als 30.000 Ausstellungsstücke bewundern und erhält einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Epochen der böhmischen Glaskunstwerke von 1700 bis 1950. Im Jahr 1219 wurde der Grundstein für die Passauer Burg, die „Veste Oberhaus„ gelegt. Sie war Bischofsburg, Grenzfeste Napoleon Bonapartes und Staatsgefängnis, bis schließlich 1932 die Stadt Passau sie übernahm und ihr Stadtmuseum dort einrichtete.
Seit 1991 werden neben diversen Dauerausstellungen zur Stadtgeschichte, wechselnde historische Sonderausstellungen präsentiert. Der prunkvolle Stephansdom steht am höchsten Punkt der Passauer Altstadt. Er beherbergt die mit 17.974 Pfeifen und 233 Registern größte Domorgel der Welt. Mit 5 Museen, 37 Kirchen und diversen anderen Prachtbauten aus verschiedenen Epochen bietet Passau ein vielfältiges kulturelles Angebot.
nach obenZwiesel
Der staatlich anerkannte Luftkurort liegt im niederbayerischen Landkreis Regen. Zwiesel ist bekannt für seine dort seit Jahrhunderten angesiedelte Glasindustrie. Noch heute beherbergt die Stadt Kristallmanufakturen und die Glasfachschule. Zwiesel wird aus diesem Grund auch „die Glasstadt“ genannt. Mit zahlreichen kulturellen Veranstaltungen, 4 Museen, 5 Galerien, Kirchen und der Zwiesel Kristallglas AG hat die kleine Stadt mit ca. 10.000 Einwohnern touristisch einiges zu bieten.
Die Tradition des Glasherstellens kann man in Zwiesel auch heute noch sehen und erleben. Die Zwiesel Kristallglas AG kann man besichtigen, den Glasbläsern bei der Arbeit zusehen und sich im dortigen Werksverkauf so manch schönes Kleinod mit nach Hause nehmen. Vor der Glashütte steht die mit über 8 Metern und aus 93.665 Weinkelchen gefertigte größte Glaspyramide der Welt. In der ältesten Glashütte der Region, der Glasmanufaktur Theresienthal, wird ausschließlich mundgeblasenes Glas von besonderer Qualität hergestellt. Früher belieferte die Manufaktur die Fürsten- und Königshöfe in ganz Europa.
In einem ehemaligen Herrenschloss der Gründungsfamilie Poschinger befindet sich das Glasmuseum Theresienthal. Es zeigt eine Sammlung mit Gläsern, die zwischen 1800 und 1930 hergestellt wurden. Sehenswert ist auch das Waldmuseum Zwiesel. Dort werden etwa 8000 Exponate aus den Bereichen Wald, Holz, Glas und Heimat gezeigt. Interessant ist auch das komplett erhaltene Inventar der Stadtapotheke aus dem Jahr 1870. Der künstlerische Nachlass des niederbayerischen Komponisten Erhard Kutschenreuter ist dort ebenfalls zu bewundern. Die Unterirdischen Gänge Zwiesels befinden sich im Kernbereich der Stadt. Sie dienten über Jahrhunderte hauptsächlich als Zufluchtsort der Bevölkerung vor Feinden. Heute werden die Gänge als Ausstellungsort für einheimische Glaskunst genutzt und können nach Voranmeldung in einer Führung besichtigt werden.
An die erste Dampfbierbrauerei Zwiesel der Familie Pfeffer angeschlossen, befindet sich das Dampfbiermuseum Zwiesel. Hier findet man Maschinen, Geräte und Zubehör von 1889 bis heute. In einer Führung kann man live an allen Stationen der Braukunst teilnehmen und danach im Original nachgebauten Brotzeitraum diese besondere Bierspezialität genießen.
nach obenRegen
Wunderschön im mittleren Bayerischen Wald eingebettet, liegt der Luftkurort Regen am gleichnamigen Fluss. Die „Perle am Fluss“, wie Regen auch genannt wird, beherbergt unter anderem das Niederbayerische Landwirtschaftsmuseum, das Heimatmuseum, das Museum im „Fressenden Haus“, eine Galerie und den Kurpark, um nur einige der Sehenswürdigkeiten zu nennen.
Im „Fressenden Haus“ kann man unter anderem archäologische Fundstücke aus der Zeit vom 14. bis zum 17. Jahrhundert besichtigen. Im ersten Obergeschoss befindet sich die größte private Schnupftabaksammlung der Welt. Im zweiten Stock werden wechselnde Ausstellungen gezeigt. In der dritten Etage kann man Besonderheiten aus der volkskundlichen Sammlung von Dr. Reinhard Haller (bis 1991 in Zwiesel wohnender Hochschullehrer und Heimatforscher) bewundern. Das Regener Landwirtschaftsmuseum war das erste seiner Art in Bayern. Noch heute ist es das einzige Spezialmuseum für Agrargeschichte in Niederbayern. Hier kann man nicht nur vieles über die Vergangenheit erfahren. Hier gibt es Geschichte zum Anfassen und Erleben.
Der Kurpark auf der Regeninsel ist eine Oase der Ruhe und Entspannung. Hier kann man Natur und Kultur in einem genießen. Der dortige Skulpturenweg, die Gläsernen Knoten und der Fischlehrpfad sind Besonderheiten, die es zu bestaunen gilt. Im überdachten Pavillon des Kurparks werden im Sommer immer wieder wunderschöne Konzerte aufgeführt, die zum Träumen einladen.
Die Burgruine Weißenstein gehört zu den bedeutendsten Burganlagen in Ostbayern. Alle zwei Jahre im Juni wird das Mittelalter in Form eines Ritterspektakels auf der Burg wieder zum Leben erweckt. Bei einer Burgrallye können Kinder sich in die Zeit der Ritter und Burgfräulein zurückversetzen lassen. Von der Burg aus hat man einen atemberaubenden Ausblick auf den ganzen Bayerischen Wald. Ende Juli - Anfang August, meist am Freitag vor dem letzten Juliwochenende findet in Regen das bekannte Pichlsteinerfest statt. Es ist das größte Volksfest im Bayerischen Wald. Besondere Attraktionen dieses Festes sind die Wasserspiele, nächtliche Gondelfahrten, der Festzug und das Feuerwerk.
nach obenDeggendorf
Die große Kreisstadt Deggendorf liegt am Fuße der Berge des Bayerischen Waldes und wird wegen ihrer Lage auch als das „Tor zum Bayerischen Wald“ bezeichnet. Im Jahr 1002 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt. Archäologische Funde gehen jedoch bereits bis ins 6. Jahrtausend vor Christus zurück. Deggendorf hat einen besonderen Charme und hat für jeden Urlauber mit seiner Vielzahl von Sehenswürdigkeiten etwas im Angebot. Das Deggendorfer Stadtmuseum befindet sich im Gebäude einer ehemaligen Knabenschule aus dem Jahr 1900. Anhand von Exponaten werden dem Besucher hier die Stadtgeschichte und die geschichtliche Entwicklung der Region näher gebracht. Besonders der Verkaufsraum einer Deggendorfer Apotheke aus der Biedermeierzeit, die hier originalgetreu wieder aufgebaut und eingerichtet worden ist, beeindruckt den Besucher. Im Erdgeschoss zeigt die dort befindliche Stadtgalerie Werke zeitgenössischer Künstler.
Das einzige Handwerksmuseum Niederbayerns liegt dem Stadtmuseum gegenüber. Hier wird die Geschichte des Handwerks von den Anfängen bis zu unserer Zeit anhand von Ton- und Bilddokumenten wieder lebendig. Seltene Ausstellungsstücke, wie die einmaligen Bestände einer Gürtlerwerkstatt aus der Region, gehören zu den Höhepunkten der Ausstellung.
Ein Museumskino vertieft anhand von Filmen die Informationen zu den verschiedensten Handwerksberufen. Der noch erhaltene Teil der historischen Stadtmauer stammt aus dem 14. Jahrhundert. Er ist ca. 30 Meter lang. Auf ihm befindet sich ein gut erhaltener hölzerner Wehrgang. Leider wurden im 19. Jahrhundert im Zuge des Stadtausbaues die meisten Teile der Stadtmauer an bauwillige Bürger verkauft. Eines der Wahrzeichen Deggendorfs ist das im Jahr 1535 erbaute Rathaus mit seinem gotischen Turm. Die historische Türmerwohnung kann im Rahmen einer Stadtführung besichtigt werden.
Der Weg an den Steinfiguren der Kreuzweggruppe führt den Besucher an der Wasserkapelle und der Heilig-Grab-Kapelle vorbei hinauf zum Geiersberg. Von den ursprünglich sieben Stationen sind nur noch fünf erhalten. Auf dem Weg zum Kalvarienberg passiert man die Ölbergszene, deren ursprüngliches Kreuz anno 1830 durch ein gusseisernes Exemplar ersetzt wurde.
nach obenFurth im Wald
Furth ist eine kleine Stadt an der tschechischen Grenze. Bekannt geworden ist Furth vor allem durch Deutschlands ältestes Volksschauspiel, den berühmten „Further Drachenstich“ und den seit mehr als zweihundert Jahren stattfindenden Leonhardiritt. In der zweiten August- Woche beginnt in Furth die Festwoche, in der alljährlich der Further Drachenstich in mehreren Aufführungen aufgeführt wird. Mit über tausend Mitwirkenden und über 250 Pferden ist dieses Spektakel der Höhepunkt, in dem die Geschichte der Stadt vom Jahr 1086 bis zum 18. Jahrhundert dargestellt wird. Das Erste Deutsche Drachenmuseum beschäftigt sich mit der Mythologie der Drachen. Ein großer Teil ist der Geschichte des Further Drachenstichs gewidmet. So ist auch die „alte“ Hauptfigur, der Drache, der 36 Jahre lang das Festspiel zierte, dort ausgestellt. Mit 19 m Länge, 4 m Breite, 4m Höhe und einem Gewicht von 9t jagt er jedem Besucher einen Schauer über den Rücken.
In der Erlebniswelt Flederwisch können Kinder und Erwachsene spannende Abenteuer erleben. Eine Dampfmaschine aus dem Jahr 1912, eine alte Buchdruckerei, die Erlebniswerkstatt, die Waffenschmiede und das Goldgräbercamp, hier können Groß und Klein allerhand ausprobieren. Im Drachen- und Ritterladen gibt es eine Vielzahl an Andenken und auch Waffen, Rüstungen, Schilde, und Schwerter aus der Waffenschmiede können dort erworben werden. Im Wald und Tiermuseum am Steinbruchsee kann man die Präparate ca. 800 verschiedener Tierarten aus der Region, noch lebende wie auch bereits ausgestorbene, bewundern. Beeindruckend sind vor allem die großen Tiere, wie etwa Braunbär, Luchs, Wisent oder Wolf.
In der unweit von Furth gelegenen alten Hammerschmiede wurden sämtliche Schneidewerkzeuge des landwirtschaftlichen und handwerklichen Alltags gefertigt. Die Blütezeit erstreckte sich bis zur Jahrhundertwende. 1926 wurde die Schmiede geschlossen. Heute ist die alte Hammerschmiede im Tal der Kalten Pastritz wieder voll funktionsfähig. Daneben können in einem Ausstellungsraum zahlreiche Gebrauchsgegenstände solcher Schmieden begutachtet werden.
nach obenBayerwald-Tierpark Lohberg
Auf einer Fläche von ca. 6 ha hat der Besucher auf einem Rundweg von ca. 1,5 km Länge die Möglichkeit, an die 100 heimische Tierarten in artgerechten Gehegen zu beobachten. Der Tierpark in Lohberg ist in verschiedene Themenbereiche aufgegliedert. So finden sich dort z.B. die Lebensräume Urwald, Hochmoor, Eiszeit, Bergwald, Bach, Fluss und Weiher. Als weitere Attraktionen gibt es eine Fotokanzel, Aquarien, eine Urwaldvoliere und Naturlehrpfade.
Natürlich sind für die Kleinen auch ein Streichelzoo und ein Kinderspielplatz vorhanden. Von der Fotokanzel lassen sich die Wölfe ungestört beobachten. Übersichtliche und leicht verständliche Informationstafeln an jedem Gehege informieren die Besucher über das Verhalten und die Lebensweisen der beobachteten Tiere. Kleine Rätsel sowie Naturlehrpfade machen den Rundgang zum abwechslungsreichen Erlebnis. Bei Klein und Groß ist das jährliche Kinderfest im Sommer überaus beliebt. Hier können sich die Kinder bei abwechslungsreichen Spielstationen bestens amüsieren.
Der Bayerwald-Tierpark Lohberg ist ein Ausflugsziel, das sich für die ganze Familie eignet. Hier gibt es viele verschiedene Vogelarten, wie Storch, Schnee-Eule, Uhu, Specht, Falke, Kleiber, Kranich, Birkhuhn, Auerhahn und eine Vielzahl an Wasservögeln. Ein besonderes Highlight sind die Greifvögel am Ende des Rundgangs. Dachs, Rauhfußkauz, Linikolen, Rehe, Hirsche, Rentiere, Elche, Wisent, Wildkatze, Wolf und Luchs, Fuchs, Marder, Fischotter und Biber, die Zahl der dort gezeigten einheimischen Tierarten ist überraschend groß. Ein Kiosk mit Terrasse lädt zum Verweilen ein. Während sich die Erwachsenen ausruhen und stärken, haben sie hier ihre auf dem Kinderspielplatz tobenden Kinder immer im Auge. Der größte Teil des Rundwegs befindet sich im Wald und somit im Schatten. Der Bayerwald-Tierpark hat es sich außerdem zur Aufgabe gemacht, Zuchtprogramme ins Leben zu rufen und Artenschutz zu betreiben.
Forschung über Waldhühner oder die Wiedereinbürgerung des Auerhuhns sind nur einige Projekte, die im Bayerwald-Tierpark durchgeführt werden. Parkplätze für Busse und PKW sind vor dem Tierparkgelände in ausreichender Anzahl vorhanden. Der Tierpark ist ganzjährig geöffnet.
nach obenBesucherbergwerk „Fürstenzeche“ in Lam
Das über 500 Jahre alte Silber- und Flussspat Bergwerk liegt eingebettet in die malerische Landschaft des Lamer Winkels am Fuße des Ossers. Es ist sowohl ein Besucherbergwerk, als auch ein Heil- und Therapiestollen für Atemwegserkrankungen, Hautkrankheiten und Allergien. In einem 400 Meter langen, gut ausgebauten Gang, werden dem Besucher der Bergbau und die Bergbautechnik, anhand von ausgestellten Bergbaugeräten, näher gebracht. Besonders beeindruckend sind die fluoreszierenden Kalk-, Uran- und Wolframerzgänge.
Sechs unterschiedliche Gesteinsarten, über 60 verschiedene Mineralien, mit gediegenem Silber imprägnierte Stollenwände und mehrere Meter lange Graphitflöze gilt es zu bestaunen. Eine anschauliche Mineraliensammlung rundet den Rundgang ab. Die Luft im Heil- und Therapiestollen der Fürstenzeche ist extrem rein, nämlich rund 400mal reiner als herkömmliche Luft. Dies kommt daher, da sich die Luft in den Stollen stetig auf natürliche Weise regeneriert. Sie ist praktisch frei von Verunreinigungen wie Staub, Pollen und Krankheitserregern. Feinstäube und Schadstoffe sind nicht enthalten, da Tiere, wie z.B. Fledermäuse fehlen und die Natürlichkeit der Stollen dafür sorgt, dass sich keine schwefelhaltigen Gase bilden können.
Das seit vielen Jahren gleichbleibende Klima der Region ist der Hauptfaktor für die dort durchgeführte naturheilkundliche Asthmatherapie. Die besonders reine Atmosphäre der „Fürstenzeche“ wirkt mit der sehr hohen Luftfeuchtigkeit von absolut beinahe 100% und der konstant niedrigen Temperatur von 8,6 Grad antiallergisch und entzündungshemmend. Auch eine schleim- und krampflösende Wirkung lässt sich nachweisen. Die Naturbelassenheit und die natürliche Atmosphäre im Therapiestollen sind vor allem für Menschen geeignet, die psychisch und physisch besonders gefordert und im Alltag sehr beansprucht werden.
Hier kann man die Seele baumeln lassen, wieder neue Kraft für den Alltag schöpfen oder einfach mal abschalten. Diese Therapie im Bayer. Wald ist für Menschen jeden Alters geeignet. Egal ob Erwachsene, Kinder oder Kleinstkinder, der Aufenthalt im Asthmatherapiestollen Fürstenzeche Ostbayern tut jedem gut.
nach obenChurpfalzpark in Loifling
Der Churpfalzpark in Loifling ist ein Vergnügungspark für Jung und Alt. Besonders angesprochen werden Kinder bis ca. 14 Jahre. Auf einer Fläche von ca. 18.000 Quadratmetern werden dem Besucher allerhand Attraktionen geboten. In den verschiedenen Blumengärten wie dem Heide-, dem Dahlien- und dem Englischen Garten kann man sich über die Pflanzen informieren und so manch blühendes Kleinod bestaunen.
Ein besonderes Highlight ist der, in Form einer Landesgartenschau angelegte, Park besonders im Frühjahr und Sommer, wenn er ein einziges Blütenmeer ist. Aber nicht nur für die Großen Gäste ist der Freizeitpark gedacht. Besonders die Vielzahl an Fahrgeschäften lässt jedes Kinderherz höher schlagen. So gibt es hier ein Riesenrad, eine Wildwasserbahn, eine Highspeed-Rafting-Wasserrutsche, die Marienkäfer Hochbahn, das Crazy Plane, den Wellenflieger, die Holländische Kanalblütenfahrt, den Rimini-Express, die Blumenfeenbahn, den Babywellenfluß, die Seerosenfahrt, tropische Wasserspieloase, die Mystery-Fun-Hall, das Heckenlabyrinth, die Wasserorgel, ein Kaspertheater, ein Figurentheater und den Riesengärtner.
Die Marienkäfer Hochbahn ist eine Achterbahn für Kinder. Eine große Anlage mit Riesentrampolinen sorgt für einen Riesenspaß und die Kleinen können sich hier nach Herzenslust austoben. Sogar ein Rollstuhlfahrerkarussell wird angeboten. Hier werden Kinderfantasien wahr. Die Spazierwege, die den Park auf einer Länge von ca. 6,5 Kilometern durchziehen, bringen die Gäste von Attraktion zu Attraktion. Ein großer Teil dieser Wege wird auch mit einer kleinen Bimmelbahn befahren, sodass man den Park auch auf eine sehr bequeme Art und Weise erkunden kann. Viele Einkehrmöglichkeiten laden zum Pause machen und Verweilen ein. Hier kann man sich an den zahlreichen kulinarischen Köstlichkeiten stärken und Kraft für die nächsten Attraktionen und Fahrgeschäfte sammeln.
Der Churpfalzpark Loifling nahe der Kreisstadt Cham ist besonders für Familien mit Kindern einen Tagesausflug wert. Der Tag vergeht hier wie im Fluge und so mancher kleiner Gast möchte die Stunden gerne wieder zurückdrehen. Der Churpfalzpark ist vom Frühjahr bis zum Herbst geöffnet.
nach obenMuseumsdorf Bayerischer Wald
Das Museumsdorf Bayerischer Wald in Tittling gehört zu den größten Freilichtmuseen in Europa und zeigt historische Bauernhäuser aus der Zeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. In über 150 Gebäuden kann der Besucher einen Einblick in das damalige Leben der Menschen im Bayerischen Wald gewinnen. Es beherbergt mit über 60.000 Objekten die größte volkskundliche Sammlung des Bayerischen Waldes. Zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen sorgen bei Jung und Alt für unvergessliche Urlaubserlebnisse!
Ein Rundgang durch das Museumsdorf Bayerischer Wald ist wie eine Reise in die Vergangenheit des Bayerischen Waldes. Den Besucher erwarten schöne, alte Bauernhöfe, Mühlen, Sägen, alte Kapellen, stimmungsvolle Bauerngärten und alte Haustierrassen. Die eingerichteten Bauernstuben mit historischen Kachelöfen und altem Handwerkszeug zeugen vom kargen und arbeitsreichen Leben der damaligen Bevölkerung des Bayerischen Waldes. Seine Entstehung verdankt das Museumsdorf Bayerischer Wald Georg Höltl, dem Begründer von Rotel Tours. Als dieser 1973 das Hotel Dreiburgensee eröffnete, wurde er auf die nur wenige Meter entfernte über 500 Jahre alte Rothaumühle aufmerksam. Obwohl ihr Abbruch bereits beschlossen war, kaufte er die Mühle und ließ sie restaurieren. 1974 eröffnete er in ihr ein Heimatmuseum.
Dies war der Anfang des Museumsdorfes, denn mit der Vielzahl der Besucher kam eine Unmenge an Verkaufsangeboten von altem bäuerlichen Mobiliar, Kleidung, Hausrat und Handwerksgerät auf die Familie zu. Schließlich wurden auch Gebäude angeboten. Da das Verschwinden der historischen Gehöfte im Bayerischen Wald unaufhaltsam war, wollte Georg Höltl wenigstens einen Teil der historischen Bausubstanz retten und begann auch den dazugehörigen Hausrat sowie Gerätschaften zu sammeln. So entstand in 25 Jahren das Museumsdorf Bayerischer Wald und dient mit seinen unwiederbringlichen Schätzen dazu, dem heutigen Publikum die schon fast vergessene Vergangenheit dieser Region wieder nahe zu bringen.
Das Museumsdorf beherbergt auch verschiedene Ausstellungen wie z.B. Keramik in Niederbayern, eine Pfeifenausstellung, eine Kinderausstellung, Fuhrwerke aus alter Zeit uvm. Das Museumsdorf ist von Anfang April bis Ende Oktober geöffnet.
nach obenWaldwipfelweg St. Englmar
Auf dem „Waldwipfelweg St. Englmar“, Deutschlands höchstem und längstem Baumkronenweg, lässt sich der Lebensraum „Wald“ einmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachten. In einer luftigen Höhe von bis zu 30 Metern kann man auf einem 370 Meter langen Holzsteg eine atemberaubende Aussicht auf den Bayerischen Wald genießen. Dieses wunderschöne Stück Natur liegt einem hier förmlich zu Füßen. Der 2,50 Meter breite Pfad ist bequem begehbar und auch Kinderwägen und Rollstuhlfahrer können ihn gefahrlos benutzen. Für einen sicheren Freizeitspaß sorgen 36 Masten, ein massives Geländer und stabile Holzbohlen. Die Plattformen bieten eine herrliche Sicht auf die Höhenzüge des Bayerischen Waldes, das Donautal und die Ebenen des Gäubodens. Am Beginn des Pfades befindet sich ein Kiosk mit überdachter Terrasse. Hier kann man sich mit Getränken, Brotzeiten, Kaffee, hausgemachten Kuchen und Eis stärken und einen wunderbaren Panoramablick über den Waldwipfelweg genießen.
Am Ende des Waldwipfelpfades angekommen, gelangt der Besucher auf den Natur Erlebnis Pfad, der ihn auf einer Länge von 2 Kilometern durch Wald und Flur führt. Ein Natur-Erlebnis zum Anfassen und Mitmachen für Groß und Klein.30 Mitmach-Stationen laden zum Erleben, Lernen und Begreifen ein.
Acht dieser Stationen befinden sich bereits auf dem Waldwipfelpfad. Da wären z.B. Was steckt im Bauch des Eichhörnchens, Wie hoch ist dieser Baum, Wie schnell wachsen Bäume, das Ratespiel „ Müll in der Umwelt“, usw. Im Wald können die Besucher u.a. Tierfelle erfühlen, Tierspuren bestimmen, einen echten Ameisenbau bewundern, Bienen im Bienenhaus beobachten, sich über essbare und giftige Pilze informieren, die Gewichte verschieden großer Steine prüfen und interaktive Nistkästen betrachten.
An den vier Adventswochenenden verwandelt sich der Waldwipfelpfad in einen stimmungsvollen und von Lichterzauber gekrönten Christkindlmarkt. Der Duft von Glühwein und kulinarischen Köstlichkeiten erfüllt dann die Luft und man kann einen herrlichen Panoramablick über die tief verschneite Winterlandschaft genießen. In den Buden wird Handwerkskunst aus der Region angeboten. Der Waldwipfelweg ist ganzjährig geöffnet.
nach obenAktivitätsmöglichkeiten im Bayerischen Wald
Der Bayerische Wald ist ein Urlaubsparadies sowohl für Ruhe- und Erholungssuchende, als auch für Menschen die sich im Urlaub gerne sportlich betätigen. Ob Wandern, Radfahren, Inlineskaten, Angeln, Golfen, Rudern, Segeln, Klettern, Sommerrodeln, Kartfahren, Segelfliegen, Ballonfahren, Gleitschirmfliegen, Rodeln, Langlaufen oder Skifahren, für jeden ist das ganze Jahr über etwas dabei.
Wandern
Auf mehr als 130 Bergen über 1.000 Metern gibt es im Bayerischen Wald gut markierte Wander- und Fernwanderwege. 200 Kilometer davon allein im Nationalpark. So ist es nicht verwunderlich, dass der Bayerische Wald als Wanderparadies gepriesen wird. Auf seinen Wanderrouten kommt der Wanderer an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei. Die unberührte Natur lässt ihn tief durchatmen und den Alltag vergessen. Er wird jeden Schritt genießen!
Radfahren
Auch auf dem Rad kann der Bayerische Wald erkundet werden. Hier bieten sich sogenannte Themenradwege, wie z.B. der Leinenradweg oder die Via Danubia an. Für Mountainbiker ist der Bikepark Geißkopf in Bischofsmais ein besonderes Highlight. Hier können sie auf schwarzen Downhill-Strecken ins Tal jagen, den Bike- und Kinderparcours ausprobieren und vieles mehr testen, was Spaß macht.
Reiten
Reiter finden im Bayerischen Wald alles was das Herz begehrt. Von kurzen, leichten Tagesetappen bis hin zu anspruchsvollen Berg- und Distanzritten – das Angebot ist riesengroß. Überall gibt es für Pferd und Reiter gemütliche Quartiere.
Kanu-, Boots- und Wildwassertouren
Eine besondere Wassersportspezialität des Bayerischen Waldes sind Kanu-, Boots- und Wildwassertouren. Einen Kanuwanderweg findet man so z.B. zwischen Blaibacher See und Regensburg auf dem Regen. Wildwasserfahrten sind vor allem im Ilztal möglich. Die Flusslandschaft des Bayerischen Waldes wird von Regen, Ilz und Donau bestimmt.
Angeln
Für Angelfreunde ein wahres El Dorado, denn Angeln kann man hier nicht nur in Flüssen und Bächen, sondern auch an unzähligen Weihern und Seen. Brachsen, Waller, Forellen, Schleien, Hechte und Zander beißen hier in großer Zahl an.
Rodeln
Fünf Sommerrodelbahnen sorgen für viel Spaß und Abwechslung. Die schneesichere Lage ist für Wintersportler einer der Vorteile des Bayerischen Waldes. Mit seinen 7 großen Skigebieten ist der Bayerische Wald als Skiurlaubsregion nicht mehr wegzudenken. Der große Arber ist der höchste und bekannteste Skiberg des Bayerischen Waldes. Aber nicht nur er watet mit seiner Pistenvielfalt und seinen Möglichkeiten sich winterlich auszutoben auf.
Pröller, Predigtstuhl, Maibrunn, Silberberg, Geißkopf und der Hohe Bogen sorgen durchaus für alpine Winterfreuden der Spitzenklasse. Über 2.000 Kilometer bestens präparierte Langlaufloipen warten auf passionierte Langläufer. Grenzüberschreitende Loipen in den Böhmerwald sind ebenso vorhanden wie die bekannte 150 Kilometer lange Bayerwaldloipe. Man wird hier mit einer wunderbaren, fast unberührten Landschaft erfreut, die man in einer reizvollen Abwechslung von Waldgebieten und Freiflächen mit guter Fernsicht genießen kann.
Special Tipps
Der jährlich in den Sommermonaten stattfindende Arber-Radmarathon führt von Regensburg über den Großen Arber durch den Bayerischen Wald und zurück. Dieses sportliche Ereignis zieht jedes Jahr mehrere hundert Radsportbegeisterte und eine Vielzahl von Besuchern an. Die fünf Strassenstrecken sind zwischen 56km und 250km lang, wobei zwischen 800 und 3300 Höhenmetern überwunden werden müssen. Zusätzlich werden für den Offroadbegeisterten drei Mountainbike Touren zwischen 60km und 134km angeboten. Für Verpflegung, ärztliche Betreuung, Reparaturdienst sowie Dusch- und Übernachtungsmöglichkeiten ist gesorgt. Anmeldungen zu diesem Sportevent, das unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Ralleyweltmeisters Walter Röhrl steht, können im Internet getätigt werden.
Wer in seinem Urlaub im Bayerischen Wald einiges erleben und besichtigen möchte, dem sei die sogenannte Bayerwaldcard empfohlen. Mit der Bayerwaldcard kann man auch mit wenig Geld ein abwechslungsreiches Freizeitangebot genießen. Sofort-Boni bei 500 verschiedenen Leistungspartnern garantieren günstigen Freizeitspaß. Dazu gehören unter anderem auch Skilifte, Bäder und Museen.
Zu empfehlen ist das Sport- und Wellnesshotel Angerhof in St. Englmar mit seinen 140 Betten. In einer Höhe von 900 Metern bietet es einen grandiosen Blick auf das Donautal bis zu den Alpen. Es bietet u.a. eine umfangreiche Wellnesslandschaft, die 2004 den Bayerischen Innovationspreis in Tourismus erhielt.
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