Etruskische Nekropolen

Wer die Toskana besucht, sollte sich nicht die Ausgrabungsstätte der Russellae, die einst mächtiges Mitglied im Bund des etruskischen Zwölfstädtebundes waren, entgehen lassen. Diese befindet sich neun Kilometer von Grosseto entfernt am Poggio di Muscona. Die Ausgrabungen wurden hier erst im Jahr 1959 begonnen und noch heute kann man den Archäologen gelegentlich über die Schulter blicken. Die etruskische Siedlung war im 6. Jahrhundert von einer drei Kilometer langen Mauer umgeben. Die Reste der Mauer und Teile der Siedlung sind bis heute zu sehen, darunter Zisternen, gepflasterte Straßen und Kanäle.

Geschichte der Roselle

Die Siedlung Roselle wurde zu frühen Zeiten von den Römern erobert und mit kaiserlichem Forum, Thermen und einem Amphitheater ausgebaut. Davon blieben aber nur Überreste der Marmor- und Mosaikböden, der Wandverkleidungen und die Ruinen einer römischen Villa erhalten. Das archäologische Museum in Grosseto stellt 18 Marmorstatuen der kaiserlichen Familie aus. In diesem Museum sind alle bedeutenden Funde aus Roselle ausgestellt, dazu zählt auch die Schale mit dem etruskischen Alphabet aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Im Hochmittelalter wurde die Siedlung dann zum Bischofssitz. Teile der damals erbauten Festung sind noch heute zu sehen.

Eine weitere Siedlung

Hoch über dem Bura Tal, ganz in der Nähe der Roselle, liegt mir der Vetluna eine noch ältere etruskische Siedlung, die heute Vetulonia heißt. Vetulonia war dank der reichen Metallerz- und Bernsteinvorkommen sowie der eigenen Lagune mit direktem Zugang zum Meer lange Zeit eine bedeutende Etruskerstadt. Allerdings war die Stadt lange Zeit verschollen und bis heute ist nicht klar, was ihren Untergang herbeiführte. Von der Stadt blieb fast nichts erhalten. Ende des 19. Jahrhunderts wurden das erste Mal Überreste der Stadtmauer entdeckt, die einst fünf Kilometer lang war.

Zeugen etruskischer Geschichte

Die wahren Zeugen der etruskischen Zeiten findet man aber etwas oberhalb der Stadt. Die Tombe etrusche sind drei typische etruskische Kuppelgräber mit Erdhügeln. Das größte dieser Gräber verfügt über zwei übereinanderliegende Grabkammern. Die Gräber können täglich besucht werden. Ein Gang in das Innere eines solchen Grabes lohnt sich. Über einen langen Gang gelangt man in den Kuppelbau und die seitlichen Grabkammern. Teile eines der anderen Gräber wurden übrigens fast vollständig abgetragen und sind heute im archäologischen Museum in Florenz zu besichtigen.

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