Saint-Malo

Der, an der Côte d'Emeraude, der Smaragd-Küste, gelegene Ort Saint-Malo, dessen 52.700 Einwohner einen Wahlspruch haben, sie seien weder Franzosen, noch Bretonen, doch Einwohner von Saint Malo, gehört zum Département Ille-et-Villaine. Es zählt zu den am meisten besuchten Touristenorte in der Bretagne und in Frankreich, dessen Augenmerk der historische Stadtkern ist, der von einer monumentalen Granitstadtmauer, mit 7 m Dicke, umgeben ist und mit dem Stadttor St. Vincent versehen wurde. Gleich neben dem Tor befindet sich das Geschichtsmuseum. Innerhalb der Mauer durchziehen die kleinen Straßen die Altstadt, dessen Anziehungspunkt die Saint Vincent Kirche, aus dem 13. Jahrhundert, darstellt.

Wasser und Altstadt

Dieser Stadtkern belegt etwa ein Fünftel der gesamten Stadt, das Besondere, er wird von drei Seiten von Wasser umgeben. Bekannt wurden Saint-Malo und seine Bucht, durch den höchsten Gezeitenunterschied in Europa, der hier bis zu zwölf Meter Differenz ausmacht. Während der Ebbe können dann die Inseln Grand Bé (hier liegt der Autor und ehemalige Außenminister von Frankreich Chateaubriand begraben), Petit Bé und das Fort National, einem Festungsbau aus dem Jahr 1689, zu Fuß erreicht und besichtigt werden.

Tidenhub und Kraftwerk

Dieser Gezeitenunterschied wurde zum Anlass genommen und hier in der Mündung des Flusse Rance, dem gegenüber der Badeort und Flugplatz Dinard liegt, das weltweit größte Gezeitenkraftwerk zu bauen, wobei bereits lange vor dem 20. Jahrhundert, die Kraft der Tiden genutzt wurden, indem Gezeitenmühlen Maschinen und Mühlsteine antrieben. Als erstes auch kommerziell genutztes Gezeitenkraftwerk der Welt ging dieses Kraftwerk 1967 ans Stromnetz. Es ist mit einer Leistung von 240 Megawatt, bis zum heutigen Tage, das größte seiner Art geblieben. Seine meiste Leistung bezieht das Kraftwerk aus dem 8-m-Tidenhub des Atlantiks und nur wenig aus der Flussströmung.

Rothéneuf

Ca. 4 km von Saint-Malo entfernt liegt der Ort Rothéneuf. Der kleine Ferienort ist die Geburtsstadt des Entdeckers Jacques Cartier, der von 1491-1557 lebte. Heute ist sein Haus "Limoëlou ein Museum, das neben den, in den Fels gehauenen Skulpturen der Fantasiewesen, Dämonen und Piraten, des Gemeindepfarrers Abbée Fouré (1839-1910), eine Touristenattraktion darstellt. Dieser Pfarrer zog sich in ein Einsiedlerleben von Saint-Malo nach Rothéneuf zurück, nachdem er mit 30 Jahren einen Schlaganfall erlitt.

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