Olympiastadion von 1896 und Olympieion

Olympische Helden und alte Tempel

Statue eines Diskuswerfers vor dem Panathenšisches Stadion in Athen
Diskuswerfers vor dem Panathenšisches Stadion in Athen
Quelle: pixelio.de        Fotograf: Bildpixel

Keinesfalls entgehen lassen sollte man sich den Besuch des Olympiastadions von 1896. Dieses Stadion, welches auch Panatheinaikon oder Kallimarmaro genannt wird, war die Sportstätte der ersten ausgetragenen Olympischen Spiele der Neuzeit. Ein wirklich historischer Ort also. Die ersten Olympischen Spiele fanden zwar im Jahr 1896 statt, komplett fertig wurde das Stadion aber erst im Jahr 1906. Nachdem die Stadt Athen als Austragungsort für die ersten modernen Olympischen Spiele ausgewählt worden war, engagierte sich der Kaufmann Georges Averoff und setzte durch, dass das neue Stadion genau an der Stelle errichtet werden sollte, wo auch das alte Stadion aus dem Jahr 330 v Chr. gestanden hatte. Das alte und zwischenzeitlich als Steinbruch dienende Stadion erstrahlte so bald in weißem Marmor und mit doppeltem Fassungsvermögen. In diesem neuen Meisterwerk wurden dann alle vier Jahre Sportwettkämpfe ausgetragen.

Das Stadion hat eine Kapazität von 60 000 Zuschauern und war auch während der Olympischen Spiele von 2004 im Einsatz, wo es als Zieleinlauf beim Marathon diente. Aber es hat auch sonst noch immer eine große olympische Bedeutung. Das Stadion ist noch heute Ort der Zeremonie zum Entzünden des olympischen Feuers, welches dann dem olympischen Organisationskomitee des austragenden Landes übergeben wird. So wird bei jeder Olympiade das antike olympische Feuer an seinem Ursprungsort entzündet. Auch für kulturelle, politische und sportliche Anlässe wird das Panatheinaikon-Stadion gerne noch benutzt.

In unmittelbarer Nähe zu dem bekannten Stadion befindet sich ein weiteres bauliches Meisterwerk. Der Tempel des olympischen Zeus, auch Olympieion genannt, verspricht einen aufregenden Blick in die Vergangenheit. Der Bau wurde im 6. Jahrhundert vor Christus begonnen, aber erst im 2.Jahrhundert nach Christus unter römischer Herrschaft fertiggestellt. Dieser Tempel gilt als einziger korinthischer Tempel Griechenlands und als einer der größten Tempel überhaupt. Das Fundament des Olympieion bestand auf der Westseite komplett aus Marmor. Im Inneren des Tempels ließ der römische Herrscher Hadrian eine mit Gold und Elfenbein geschmückte Zeus-Statue und eine Statue seiner selbst errichten.

Noch heute kann man 15 der einst 104 korinthischen Säulen sehen, die etwas 17 Meter hoch waren. Wann und warum das Olympieion zerstört wurde ist nach wie vor unklar. Vermutet wird ein Erdbeben im Mittelalter. Zu finden ist der Tempel ungefähr 500 Meter östlich der Akropolis. Trotz der großen Zerstörung lohnt sich ein Blick auf die alten Gemäuer und die noch stehenden Säulen. Mit etwas Fantasie kann man sich den gewaltigen Tempel auch bildlich vorstellen. Der Eintritt ist mit 2,00 Euro pro Person auch recht billig. Geöffnet hat der Tempel des Zeus täglich von 8.00 bis 19.00 Uhr, im Winter bis 15.30 Uhr.


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