Kantabrien: eine wilde Natur und Kunst aus allen Epochen der Menschheitsgeschichte

Bekannt ist die autonome Region Kantabrien im Norden Spaniens vor allem für die steinzeitlichen Höhlenmalereien, die Don Marcelino anno 1879 bei einem Spaziergang nahe der Stadt Santillana del Mar entdeckt hatte. Nicht minder eindrucksvoll ist jedoch die Landschaft – nicht umsonst zählt Kantabrien zu den wildesten Naturlandschaften Spaniens. Denn auf einer relativ kleinen Fläche von rund 5.000 Quadratkilometern erwarten die Besucher hier fruchtbare Täler steile Klippen an der Küste, aber auch ausgedehnte Dünenlandschaften. Und nicht zu vergessen sind die 60 Höhlen der Region, von welchen acht sogar den Status einer Kulturerbestätte haben.

Eine eigene Welt auf kleinem Raum

Während an der Küste Kantabriens ein feuchtes, maritimes Klima herrscht, herrscht im Landesinneren teilweise Gebirgsklima. Immerhin erreicht der Picos de Europa als höchste Erhebung Kantabriens eine Höhe von über 2.000 Metern.

Die Spuren menschlicher Besiedlung in Kantabrien reichen nahezu 20.000 Jahre zurück. So wurde 2010 in der Cueva del Mirón die „Rote Dame von El Mirón“ entdeckt. Dabei handelt es sich um ein – nicht vollständiges – Skelett eines Cro-Magnon-Menschen, der im Alter von 35 bis 40 Jahren hier beigesetzt wurde. Der Name der Region leitet sich übrigens vom Stamm der Kantabrer ab, der die Region in der Antike besiedelt hatte, bevor dieser Stamm im 5. nachchristlichen Jahrhundert von den Westgoten verdrängt wurde.

Architektonische Perlen der Region

Als besonders sehenswert gelten die Orte Potes, der von engen Gassen und Natursteinhäusern mit hölzernen Balkonen dominiert wird, sowie Comillas. Weil hier die wohl besten spanischen Architekten des 19. Jahrhunderts gebaut haben, präsentiert der Ort eine Vielzahl unterschiedlicher Architekturstile. Zu den eindrucksvollsten Gebäuden dürfte die Villa Quijano gelten. Hier hatte der Architekt den Modernismus des 20. Jahrhunderts gewissermaßen vorweg genommen und arabische Architektur sowie orientalische Kunst in das Gebäude einfließen lassen.



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