Glendalough: ein Ausflug ins Tal der zwei Seen

Ein ganz besonderes Erlebnis erwartet Gäste der irischen Hauptstadt Dublin in einer Entfernung von etwa 50 Kilometern: Im Herzen der Wicklow Mountains erwartet sie im Tal der zwei Seen die Klostersiedlung Glendalough inklusive der Ruine eines irischen Klosters sowie eines alten Friedhofs.

Zur Geschichte von Glendalough

Während des 6. Jahrhunderts lebte der heilige Kevin, der Schutzpatron der irischen Hauptstadt, in der Abgeschiedenheit dieses Tals im Herzen der Natur. Der Legende nach soll er bei seinem Rückzug – ebenso wie der heilige Franziskus – von Vögeln begleitet worden sein, weshalb er heute oft mit einer Amsel dargestellt wird.

Zwar wollte der heilige Kevin in der Abgeschiedenheit leben, jedoch wurde seine Eremitage rasch zu einem wichtigen christlichen Zentrum und eine herausragende Schule der Iroschottischen Kirche. Während des 12. Jahrhunderts sollen im Tal bereits sieben Kirchen bestanden und über 3.000 Menschen gelebt haben.

Obwohl Glendalough mehrfach von Wikingern überfallen und anno 1398 sogar größtenteils zerstört worden war, konnte sich das Kloster über fünf Jahrhunderte hinweg behaupten, bis 1538 sämtliche irischen Klöster von den Engländern aufgelöst wurden.

Ein herausragendes Monument: der Rundturm

Berühmt ist Glendalough vor allem für den 33 Meter hohen Rundturm, dessen Eingang sich in einer Höhe von 3,5 Metern befindet. Errichtet wurde dieser Turm innerhalb der weit verstreuten Klosteranlage anno 1066 während der Invasion durch die Wikinger. Erbaut wurde der Turm, um Kelche, Bücher sowie verschiedene religiöse Reliquien zu schützen.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Glendalough

Des Weiteren können die Besucher in Glendalough die Kapelle St. Kevin´s Church, die im elften Jahrhundert erbaut wurde, besichtige. Weil der Turm dieser Kirche optisch an einen Kamin erinnert, wurde sie von den Einheimischen St. Kevin´s Kitchen getauft.

Besichtigt werden kann auch das Keltenkreuz St. Kevin´s Cross. Hierbei handelt es sich um ein typisches Granitkreuz jedoch trägt es weder Ornamente noch werden darauf biblische Geschichten dargestellt. Man nimmt an, dass das Kreuz ursprünglich bemalt war, jedoch im Lauf der Jahrhunderte seine Farbe verloren hat.

Vom Glendalough Visitor Center, in dem eine Ausstellung besichtigt werden kann, führen mehrere Wanderwege durch die Berge und an die Seen. Die Besucher können übrigens auch mehrere Tage in der Region verbringen, denn in den umliegenden Ortschaften haben zahlreiche Bed and Breakfasts ihre Pforten geöffnet.

Mai 2017



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