Riga: Das Lettische Ethnographische Freilichtmuseum

Malerisch fügen sich die 118 Bauwerke aus ganz Lettland in die Landschaft in dem Waldgebiet am Jugla-See in Riga ein. Das Lettische Ethnographische Freilichtmuseum wurde bereits 1924 gegründet und erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 87 Hektar. Damit zählt es europaweit sowohl zu den ältesten als auch den größten Freilichtmuseen.

Die Idee hinter dem Lettischen Ethnographischen Museum

Von der ursprünglichen Idee her sollte das Lettische Ethnographische Museum weitaus bescheidener ausfallen. Denn die Initiatoren wollten lediglich jeweils ein Bauernhaus sowie Bauten, die für unterschiedliche Handwerke genutzt wurden, errichten und aus den vier lettischen Regionen Lettgallen, Semgallen, Livland sowie Kurland stammen sollten.

Schließlich konnte das Lettische Ethnographische Museum acht Jahre nach der Gründung offiziell eröffnet werden. Nachdem 1939 bereits 40 Gebäude errichtet waren, wuchs der Bestand an Bauten in den folgenden Jahrzehnten schließlich auf 118 an. Diese stammen aus völlig unterschiedlichen Zeiten vom 17. Jahrhundert bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dokumentieren die typische lettische Volksarchitektur.

Selbst lettische Holzkirchen und Windmühlen können die Besucher im Lettischen Ethnographischen Freilichtmuseum bestaunen. In den Gebäuden werden aus der 114.000 Objekte fassenden Sammlung etwa 3.000 ausgestellt.

Ein Hort der Aktivität

Geöffnet hat das Lettische Ethnographische Freilichtmuseum ganzjährig. Je nach Jahreszeit und Saison bieten die Betreiber verschiedenste Veranstaltungen und Aktivitäten an. Beispielsweise können die Besucher in den Wintermonaten auf dem Gelände des Lettischen Ethnographischen Freilichtmuseums Schlittenfahren und Langlaufen. Einen noch tieferen Einblick in die lettische Volkskultur erhalten die Besucher während der zahlreichen traditionellen Feste, die während des gesamten Jahres im Museum gefeiert werden. Zu den weiteren Höhepunkten zählt auch ein großer Handwerkermarkt, der seit 1971 alljährlich veranstaltet wird.

Traditionelles lettisches Handwerk lernen die Besucher übrigens an den Wochenenden kennen, wenn die Handwerker zeitweilig ins Lettische Ethnographische Freilichtmuseum einziehen. Genießer dürfen selbstverständlich auch vom Honig kosten, der hier hergestellt wird.

März 2017



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