Die Burg Bouillon: ein mittelalterliches Kleinod an der französischen Grenze

Urlaubsgäste, welche die Wallonische Region in Belgien bereisen, sollten sich einen Abstecher in die rund 5.400 Einwohner zählende Gemeinde Bouillon nahe der französischen Grenze nicht entgehen lassen. Dort erwartet vor allem Freunde des Mittelalters mit der Burg Bouillon ein besonderes Highlight. Die Höhenburg wurde an einer engen Schleife des Flusses Semois während des 11. Jahrhunderts errichtet und etwa 600 Jahre später zu einer Festung ausgebaut.

Die Geschichte der Burg Bouillon

Wann genau die Burg Bouillon erbaut wurde, ist nicht geklärt. Jedenfalls hatte die Anlage während des Mittelalters eine wichtige strategische Bedeutung, weil von hier aus der Handelsweg zwischen Reins, Lüttich und Aachen bewacht werden konnte. Deshalb wurde die Anlage unter Georg III., Herzog von Oberlothringen, Niederlothringen und Markgraf von Tuszien von 1050 bis 1067 auch zu einer Burg ausgebaut und wurde schließlich zum herrschaftlichen Zentrum des Hauses Ardenne.

Bereits 1096 musste Gottfried V. Jedoch die Burg Bouillon an Bischof Otbert von Lüttich verpfänden, weil er anderweitig die Teilnahme am ersten Kreuzzug nicht hätte finanzieren können. Fortan war das Hochstift Lüttich der neue Besitzer der Burg Bouillon. In den folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten wechselten die Besitzverhältnisse mehrfach, bevor Burg Bouillon schließlich in den Besitz der Familie La Tour d´Auvergene, einer der angesehensten Adelsfamilien in Frankreich, überging. Unter der Leitung des Festungsbaumeisters Sébastien Le Prestre de Vauban wurde die Burg Bouillon zu einer Festung ausgebaut, die auch Artilleriebeschuss standhalten konnte.

So sieht die Burg Bouillon ausgebaut

Die Burg Bouillon ist in drei Teile untergliedert, welche durch Brücken miteinander verbunden sind. Markant ist vor allem die doppelte Zugbrücke, welche über zwei Halsgräben, die in den Fels gehauen wurden, Zugang zur Burg bietet. Zu den markantesten Sehenswürdigkeiten auf Burg Bouillon gehört ein gotischer Saal, der im 13. Jahrhundert angelegt wurde und bis auf den heutigen Tag erhalten blieb.

März 2017



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