Das Duero-Tal: Wo der Portwein zu Hause ist

Nicht entgehen lassen sollten sich die Gäste bei einem Urlaub an der nördlichen Küste Portugals einen Ausflug in das malerische Duero-Tal. Das Weltkulturerbe gilt als weltweit älteste geschützte Weinbauregion, wo auf einer Fläche von 40 Hektar Wein angebaut wird. Unter anderem wird hier der weltbekannte Portwein hergestellt. Wer neben der Schönheit dieser Kulturregion auch so manchen Geheimtipp entdecken möchte, sollte mit Mietwagen und individuellem Führer ab Porto aufbrechen.

Beispielsweise können die Gäste Weingüter besuchen, in welchen die Trauben schonend mit den Füßen in steinernen Becken gepresst werden. Weil es sich dabei allerdings um einen sehr anstrengenden und arbeitsintensiven Prozess handelt, ist diese Methode den besten Tropfen vorbehalten. Der Grund dafür besteht darin, dass hierbei die Trauben nicht komplett ausgepresst werden, dafür aber der sortentypische Charakter besser erhalten bleibt. Die Qualität von Weinen und Portweinen aus der Region wird von einem unabhängigen Institut beurteilt, das die Tropfen auch zertifiziert.

Portwein zum krönenden Abschluss

Einige Weingüter bieten auch die Möglichkeit an, an einer englischsprachigen Führung teilzunehmen. Üblicherweise werden zum Abschluss der Führungen Portweine zur Verkostung angeboten. Diese werden nach einem strengen Ritual ausgeschenkt, nämlich die niedrigste der vier Qualitätsstufen zuerst, die höchste zum Schluss. Als hochwertigster Portwein gilt der Vintage Port, der einen äußerst vielfältigen Geschmack entwickeln kann und jahrgangsabhängig zu den langlebigsten Weinen überhaupt zählen.

Dass sich Portwein, der laut Portweininstitut ausschließlich im Duoro-Tal produziert werden darf, heute weltweiter Beliebtheit erfreut, ist den Engländern zu verdanken: Weil während des 17. Jahrhunderts die Beziehungen zu Frankreich denkbar schlecht waren, andererseits jedoch in England die Nachfrage nach Wein stetig stieg, suchten die Kaufleute nach Alternativen. Fündig wurden sie schließlich in portugiesischen Klöstern, wo der sogenannte "Priest-Port" hergestellt wurde. Dabei handelte es sich um Wein, welchem während des Gärprozesses Neutralalkohol beigefügt wurde. Dadurch wurde die Gärung gestoppt und der Wein erhält den typisch süßen Charakter durch den unvergorenen Restzucker.

September 2015



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