Fiesole: die Kunst-Stadt bei Florenz

Besucher, die etwas Abstand von der Metropole Florenz gewinnen, aber dennoch nicht auf kulturelle Impressionen verzichten wollen, finden in der toskanischen Provinz Florenz zahlreiche Alternativen. Dazu gehört etwa die 14.000-Einwohner-Stadt Fiesole in den toskanischen Hügeln. Weil die alte etruskische Stadt nur acht Kilometer von Florenz entfernt ist, gilt sie außerdem als lohnenswertes Ziel für einen Tagesausflug, das sich von Florenz aus auch mit dem Bus erreichen lässt.

Eine Stadt mit Geschichte

Ursprünglich wurde Fiesole im siebten vorchristlichen Jahrhundert von den Etruskern gegründet. Eine gewisse Regionale Bedeutung erlangte der Ort aber erst unter römischer Herrschaft, wie etwa der Ausbau der Stadtmauern im dritten vorchristlichen Jahrhundert zeigt. Mehrfach stand Fiesole auch im Zentrum militärischer Auseinandersetzungen. So errangen um 225 vor Christi Geburt die Römer hier eine Niederlage gegen die Kelten, während des Zweiten Punischen Krieges hatte Hannibal sein Lager in der Nähe aufgeschlagen und 63 vor Christus beteiligte sich die Stadt an der Katalanischen Verschwörung.

Sehenswertes Fiesole

Aus der Antike sind nur noch wenige Sehenswürdigkeiten in Fiesole erhalten. Der Grund: Die Stadt Florenz hatte den benachbarten Ort anno 1125 erobert und zerstört, lediglich Bischofspalast und Dom blieben verschont.

Deshalb gilt der Dom S. Romolo an der Piazza Mino da Fiesole zur wichtigsten Sehenswürdigkeit des Ortes. Der romanische Bau wurde im 11. Jahrhundert errichtet, zwei Jahrhunderte später erweitert und während des 19. Jahrhunderts restauriert. Das Innere des Sakralbaus wird von Formen geprägt, welche in der florentinischen Prorenaissance typisch waren. Der schlanke Campanile, der das Ortsbild prägt, wurde Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet und im 18. sowie 19. Jahrhundert überarbeitet.

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten gehören die beiden Klöster San Francesco und San Domenico, die Villa Medici. Dabei handelte es sich um eine der ältesten Villen der bekannten Bankiersfamilie, die Michelozzo di Bartolommeo in den 1450er Jahren erbaute. In der Zone Archeologica befinden sich neben dem archäologischen Museum auch die wenigen antiken Überreste wie ein römisches Theater, eine Thermenanlage und die Überreste der ursprünglichen Stadtbefestigung.

Juli 2015



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