Ein Highlight: das Florentinische Neujahrsfest

Eine Zeitreise in die Ära der Renaissance können die Besucher in der italienischen Metropole Florenz im Frühling erleben: Denn am 24. und 25. März wird in der Stadt das Florentinische Neujahrsfest gefeiert. Diese Tradition geht auf die Gregorianische Kalenderreform zurück, die anno 1582 offiziell in Kraft getreten war. Die Florentiner feierten bis ins Jahr 1749 Neujahr statt am 1. Januar in der Nacht von 24. auf den 25. März. Während des Festes pilgern die Gläubigen vom Palazzo Vecchio aus zur Basilica della Santissima Annunziata, wo sie das dortige Freskenbild der Jungfrau Maria anbeten.

Darum musste der Kalender reformiert werden

Der julianische Kalender, der von Gaius Julius Caesar eingeführt und 45 vor Christi Geburt in Kraft trat, wurde auch in der christlichen Welt genutzt, um die Zeit zu messen. Allerdings wies dieser einige Schwächen auf, die jedoch erst Jahrhunderte später bemerkt wurden. Weil er um elf Minuten länger war als das Sonnenjahr, verschob sich der astronomische Frühlingsanfang Jahr um Jahr weiter nach vorne. Als Folge wurde es immer schwieriger, das für die Christen wichtige Osterfest korrekt zu berechnen.

Darum fing das neue Jahr im März an

Die Florentiner wählten, ebenso wie die Pisaner, ein symbolträchtiges Datum für den Beginn des neuen Jahres: An diesem Tag soll laut Lukasevangelium der Engel Gabriel Maria die Geburt ihres Sohnes Jesus angekündigt haben. Festgelegt wurde das Datum für diesen christlichen Feiertag im Nachhinein, indem ausgehend vom Datum der Geburt Jesu am 25. Dezember schlicht um neun Monate zurückgerechnet worden war. Weil an diesem Tag die Menschwerdung des Gottessohnes gefeiert wird, wird die Nacht von 24. auf 25. März zu den christlichen Hochfesten gerechnet.

Januar 2015



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