Die aktuelle Ausstellung: „Kaffee. Ein globaler Erfolg“

Für einen Besuch in der aktuellen Sonderausstellung des Botanischen Museums Berlin haben Interessenten noch bis zum Sonntag, 24. Februar, Gelegenheit. Diese widmet sich unter dem Titel "Kaffee. Ein globaler Erfolg." dem schwarzen Gold aus Äthiopien. Bekannt sind mehr als 100 verschiedene Arten dieser Pflanze, jedoch werden nur einige davon kultiviert, vor allem die wirtschaftlich bedeutendste Sorte Coffea Arabica.

Das zeigt die Ausstellung

Im Botanischen Museum Berlin können die Besucher einen typischen "Kaffeewald" bestaunen. Sie erfahren neben Wissenswertem zum Anbau und Genuss von Kaffee auch, wie sich die Kaffee-Kultur auf den verschiedenen Kontinenten entwickelt haben. Aufgelockert wird die Ausstellung von zahlreichen Mitmach-Stationen. Die Besucher des Botanischen Museums Berlin können sich in die Geheimnisse der Kaffeezeremonie einweihen lassen und in der Ausstellung live die aktuellen Preise erfahren, zu welchen die schwarzen Bohnen auf dem Weltmarkt gehandelt werden. Präsentiert werden außerdem sechs typische Kaffeetische aus verschiedenen Epochen.

Noch mehr zum Thema Kaffee bietet der benachbarte Botanische Garten. Hier widmen sich 15 Stationen verwandten Pflanzen sowie Konkurrenten der Pflanze. Die Besucher können auf einem eigenen "Kaffeepfad" von den Sträuchern im Nutzpflanzenhaus direkt zur Freiland-Abteilung marschieren.

So kam der Kaffee nach Europa

Auf den Kaffee wurde Leonhard Rauwolf, ein Arzt aus Augsburg, anno 1573 in der syrischen Stadt Aleppo aufmerksam. Er berichtete in Europa erstmals 1582 über seine Entdeckung. Zehn Jahre später berichtete auch der italienische Arzt und Botaniker Prospero Alpino über Kaffee. Es sollte jedoch noch ein halbes Jahrhundert dauern, bis das erste Kaffeehaus Europas in Venedig eröffnet wurden.

Über England und Frankreich verbreitete sich die Kultur des Kaffeetrinkens schließlich über ganz Europa. Weil sich der Genuss von Kaffee rasch in zahlreichen gesellschaftlichen Kreisen ausbreitete, sicherte der Anbau und Handel mit Kaffee den Kolonialmächten eine sichere Einnahmequelle, weshalb beides streng reglementiert war. Bis ins Jahr 1787 existierte beispielsweise in Preußen ein staatliches Handelsmonopol, das allerdings von Schmugglern unterlaufen wurde.

Januar 2014



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