Straßburg: Das "neue" historische Museum

Nach etwa einjährigen Umbauarbeiten öffnet das Historische Museum Straßburg seine Pforten wieder am Samstag, 16. November. Zur Feier der Wiedereröffnung präsentiert das Haus auf einer Ausstellungsfläche von 425 Quadratmetern eine Erweiterung seiner Ausstellung zur Geschichte der Stadt.

Im Fokus dieses neuen Teils steht die Zeitspanne von der Machtergreifung Napoleon Bonapartes bis in die jüngste Vergangenheit, als Straßburg zum Sitz zahlreicher europäischer Institutionen wurde. Natürlich wird diese Zeitspanne vor allem aus der Sicht Straßburgs beleuchtet. Die Besucher können sich im thematisch und chronologisch gegliederten Rundgang über Wirtschaft, Kultur und Militär in Straßburg in dieser Phase der Geschichte informieren.

Während des Umbaus seit Herbst 2012 wurde zudem die Sammlung des Historischen Museums durch zahlreiche Spenden erheblich erweitert. Auf einer Fläche von nunmehr circa 1.700 Quadratmetern bekommen die Besucher einen Überblick über die facettenreiche Geschichte der Stadt seit dem Mittelalter. Ein besonderes Augenmerk legen die Verantwortlichen dabei auf die jüngste Vergangenheit.

Denn nachdem die Stadt durch alliierte Fliegerangriffe in der Schlussphase des Zweiten Weltkrieges weitgehend zerstört worden war, sollte die Stadt eine Schlüsselrolle in der weiteren europäischen Entwicklung einnehmen. So wurde die Hauptstadt des Elsass 1949 zum Sitz des Europarates, drei Jahre später zum Hauptsitz des Europäischen Parlaments. Weil zahlreiche europäische Institutionen wie der Europäische Gerichtshof hier ihren Sitz haben, versteht sich Straßburg zudem als "Hauptstadt" Europas.

Die historischen Wurzeln der Stadt

Offiziell gegründet wurde das heutige Straßburg 12 vor Christus durch den römischen Feldherrn Drusus, der hier einen militärischen Posten errichten ließ. Diese militärische Befestigung ließ er in der Nähe einer gallischen Siedlung errichten. Den Grundstein für das Wachstum und die spätere wirtschaftliche Bedeutung Straßburgs legte schließlich Gnaeus Pinarius Cornelius Clemens, als er von Augsburg aus eine Militärstraße nach Straßburg bauen ließ, an die sich eine zusätzliche Verbindung an Mainz anschloss.

Oktober 2013



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