Ausstellung im Bauernhofmuseum in Illerbeuren

Wie wichtig das Wetter ist und welchen Einfluss es auf den Menschen hat, wird den Betroffenen meist erst klar, wenn extreme Witterungsbedingungen herrschen. Die Saharahitze der vergangenen Tage etwa, die so manchen Kreislauf zum Kollabieren gebracht hat. Doch in früheren Jahrhunderten hing vor allem für Landwirte die ganze wirtschaftliche Existenz vom Wetter ab. Deshalb widmet sich die Sonderausstellung "Gutes Wetter, schlechtes Wetter" im Schwäbischen Bauernhofmuseum in Illerbeuren dem Wetter. Diese ist noch bis zum 15. September zu sehen.

Das Bauernhofmuseum

Das Schwäbische Bauernhofmuseum wurde bereits 1955 in Illerbeuren, etwa zehn Kilometer südlich von Memmingen, gegründet. Damit ist es eines der ältesten Freilichtmuseen in Deutschland und die erste Einrichtung dieser Art im Süden Deutschlands. Der Fundus des Freilichtmuseums umfasst mehr als 30 Gebäude und Höfe, wie sie zwischen dem 17. und dem 20. Jahrhundert typisch für das Allgäu waren. Neben Höfen werden auch technische Bauten und die Stätten von Handwerkern gezeigt. In den Gebäuden selbst sehen die Besucher typische Einrichtungsgegenstände.

Verschiedene Gebäude beherbergen Spezialsammlungen sowie besondere Ausstellungen. Beispielsweise wird das Landleben vor den 1950er Jahren im Neubauerhof in zeitgeschichtliche Ereignisse eingebettet dargestellt. Dem Bauernhofmuseum ist außerdem das Schwäbische Schützenmuseum angegliedert, welche das Schützenwesen in Schwaben und seine Geschichte dokumentiert.

Tiere im Bauernhofmuseum

Die Besucher sollen im Bauernhofmuseum einen hautnahen Eindruck vom bäuerlichen Alltag bekommen. Deshalb werden alte Haustierrassen gehalten, um auch einen Eindruck von der typischen Tierwelt zu vermitteln. Zu den besonderen Arten gehören Zaupelschafe, die 2000 aus Ungarn eingeführt wurden. Diese in Deutschland mittlerweile ausgestorbene Rasse war einst in der Region weit verbreitet. Schwäbische Auswanderer brachten die Zaupelschafe zu Beginn des 18. Jahrhunderts nach Ungarn, wo sie heute nur noch von einem einzigen Züchter bewahrt werden. Auch Oberländer Noriker, eine edle und geduldige Rasse von Kaltblütern, werden im Bauernhofmuseum gehalten. Sie werden noch heute für die Bewirtschaftung von Steilflächen oder von Waldbauern als Rückepferde eingesetzt.

August 2013



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